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Aiwanger entscheidet sich um: Bayerns Vize nun doch gegen Corona geimpft

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Von: Christian Stör

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Wie steht es um den Corona-Impfstatus des stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger? Bayerns Vize hat eine Antwort gegeben.

München – Hubert Aiwanger ist ein Mann, der polarisiert. Vor allem in den vergangenen Wochen und Monaten hat Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Vorsitzender der Freien Wähler immer wieder für Kopfschütteln gesorgt.

Zum einen war da sein fragwürdiges Verhalten bei der Bundestagswahl 2021. Schon vor 18 Uhr hatte er sogenannte „Exit Polls“ auf Twitter veröffentlicht – und dazu kommentiert: „Die letzten Stimmen bitte jetzt noch an uns!“ Später entschuldigte sich Aiwanger „in aller Form für den Tweet vom Wahlsonntag“.

Hubert Aiwanger: Bayerns Vize-Chef wollte sich nicht gegen Corona impfen lassen

Und außerdem wollte sich Bayerns Wirtschaftsminister partout nicht gegen Corona impfen lassen. Aiwanger war der einzige Minister, der zunächst nichts von einem Piks wissen wollte. Persönlich sei er noch nicht davon überzeugt, sagte er lange, vielleicht gebe es später einmal einen besseren Corona-Impfstoff, vielleicht gebe es unbekannte Nebenwirkungen. Außer dem Impfen müsse weiter gelten dürfen: Maske, Abstand, Testen.

Ungeimpften-Lockdown in Bayern? Hubert Aiwanger hat eine klare Meinung, Markus Söder schweigt (noch).
Hubert Aiwanger ist nun auch gegen Corona geimpft, Markus Söder wird es wohl freuen. © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago

Nun aber hat sich Aiwanger, der auch in anderer Hinsicht in Bayern irrlichtert, nach langem Widerstand dann doch umentschieden. „Ich bin mittlerweile gegen Corona geimpft und kann noch im November 2G-Termine wahrnehmen“, sagte Aiwanger jetzt der Deutschen Presse-Agentur. Aiwanger begründete sein Umdenken mit der schwierigen Lage in den Kliniken, die mit schnell steigenden Zahlen von Corona-Intensivpatienten konfrontiert sind. „Das hilft auch, Krankenhäuser zu entlasten.“

Hubert Aiwanger denkt um: Freie-Wähler-Chef ist nun gegen Corona geimpft

Das Zögern von Hubert Aiwanger hatte vor allem im Bundestagswahlkampf zu Spannungen mit der CSU geführt. Gerade auch Markus Söder fand Aiwangers Impfverweigerung alles andere als spaßig. Bayerns Ministerpräsident übte ein ums andere Mal scharfe Kritik an Aiwanger und hielt ihm vor, Regierungsmitglieder müssten Vorbilder sein. CSU-Politiker warfen Aiwanger außerdem vor, im Lager von „Querdenkern“ und Impfgegner:innen auf Stimmenfang gehen zu wollen.

Aiwanger betonte jedoch, dass er kein Impfgegner sei: „Ich habe bereits im Sommer gesagt, dass ich mir die Impfung überlege und dass die Krankheitsverläufe besonders bei gefährdeten Personen mit Corona-Impfung milder sind.“ Einzelheiten zu seiner Impfung nannte Aiwanger nicht und sagte, er wolle keine Show-Veranstaltung daraus machen. (cs/dpa)

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