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Taliban verbieten Frauen Zugang zu Parks und Vergnügungsparks in Kabul

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Von: Katja Thorwarth

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Die Taliban schließen Frauen in Afghanistan noch weiter vom öffentlichen Leben aus. Wegen angeblicher „Regelverletzungen“ sind ihnen nun Parks verboten.

Kabul - Zukünftig ist Frauen der Zugang zu öffentlichen Parks und Vergnügungsanlagen in Kabul verboten. Das erklärte ein Sprecher des sogenannten Ministeriums für Sitte und Tugend in Afghanistan gegenüber der BBC. Demnach seien Betreiber der Parks in der Hauptstadt angewiesen worden, Frauen keinen Zutritt mehr zu gewähren.

Wie die Sittenwächter behaupten, seien die bestehenden Regeln des nach Geschlecht getrennten Zugangs „an vielen Orten“ gebrochen worden, sagte Mohammed Akif Sadek Mohadschir. Er behauptete, Frauen würden die Gesetze der Taliban nicht befolgen.

Die Bewegungsfreiheit von Frauen in Afghanistan wird durch die Taliban weiter eingeschränkt.
Die Bewegungsfreiheit von Frauen in Afghanistan wird durch die Taliban weiter eingeschränkt. © IMAGO/Adrien Vautier / Le Pictorium

Afghanistan: Taliban schränken Frauenrechte weiter ein

Der Ministerium-Sprecher führte weiter aus, dass es eine „Vermengung“ gegeben habe. „Schleier wurden nicht beachtet, deswegen wurde diese Entscheidung fürs Erste getroffen.“ Die Taliban hatten den Zugang zu den Parks an die Bedingung geknüpft, dass Frauen und Männer diese nur getrennt besuchen. Laut Mohadschir sei dies ermöglicht worden durch beispielsweise spezielle Besuchstage nur für Frauen. Das in dieser Woche erlassene Verbot wurde von Frauen und Parkbetreibern mit Bestürzung zur Kenntnis genommen.

„Es gibt keine Schulen, keine Arbeit“, sagte eine Mutter in einem Park der Nachrichtenagentur AFP, „wir sollten zumindest einen Ort haben, um Spaß zu haben“. Sie seien „gelangweilt“ und hätten genug davon, „den ganzen Tag zuhause zu sein“. Die 21-jährige Studentin Raihana sagte: „Im Islam ist es offensichtlich nicht erlaubt, rauszugehen und Parks zu besuchen. Wenn man keine Freiheit in seinem eigenen Land hat, was bedeutet es dann, hier zu leben?“

Parks in Kabul: Wegen Besuchsverbot von Frauen fürchten Betreiber um Existenz

Habib Dschan Sasai, Betreiber eines großen Freizeitparks am Rande von Kabul, fürchtet, bei Durchsetzung der neuen Regel schließen zu müssen. „Ohne Frauen werden die Kinder nicht kommen“, sagte er der AFP.

Die diese Woche eingeführte Regel schränkt die Bewegungsfreiheit von Frauen im öffentlichen Raum in Afghanistan weiter ein. Seit 2021 wurde ihnen bereits das Reisen ohne männliche Begleitung verboten. Außerhalb der eigenen Wohnung ist das Tragen eines Hidschab oder einer Burka Pflicht. Der Schulbesuch ist jugendlichen Mädchen im Großteil des Landes untersagt. (ktho/AFP)

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