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Suhail Shaheen ist Sprecher der Taliban.
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Suhail Shaheen auf einer Pressekonferenz im Juli 2021. Laut ihm stehen die Taliban für eine Verlängerung der Rettungseinsätze durch die USA in Afghanistan nicht zur Verfügung. (Archivbild)

Afghanistan

Taliban drohen bei verlängerter Rettungsmission mit Konsequenzen

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Während die USA noch darüber nachdenken, die Rettungsmission in Afghanistan zu verlängern, sprechen die Taliban bereits eine Warnung aus.

Doha – Während die Evakuierungsmission in Afghanistan weiterhin eigentlich bis zum 31. August 2021 beendet sein sollte, ließ Joe Biden die Möglichkeit einer Verlängerung des US-Einsatzes am Sonntag (22.08.2021) offen. Die Voraussetzung dafür sei es, dass Verbündete der USA um einen Aufschub der Frist bitten würden, wobei der britische Verteidigungsminister genau dies am Montag (23.08.2021) ankündigte. Doch inzwischen äußerten sich auch die Taliban, die das Machtvakuum in Afghanistan für eine Übernahme genutzt haben, zu dem Thema: Für sie kommt eine Verlängerung nicht infrage.

Im Gespräch mit dem Nachrichtensender Sky News bezog ein Sprecher der Taliban Stellung zu einer möglichen Verlängerung der Rettungseinsätze in Afghanistan. Demnach sei die Nichteinhaltung der Frist Ende August mit einer Fortsetzung der militärischen Besatzung gleichzusetzen, wofür keine Notwendigkeit bestehe: „Falls die USA oder Großbritannien um zusätzliche Zeit für weitere Evakuationen bitten, ist die Antwort nein. Oder es wird Konsequenzen geben,“ sagte Taliban-Sprecher Suhail Shaheen.

Abzug der USA aus Afghanistan: Taliban sagen, Frauen haben nichts zu befürchten

Auf die Rettungsnot bedrohter Personen in Afghanistan antwortete der Taliban-Sprecher, dass es keinen Grund für Angst gäbe. „70 Prozent der Menschen in Afghanistan leben unter der Armutsgrenze, also will jeder in den Westen umsiedeln, um ein wohlhabendes Leben zu führen. Es geht nicht um Angst“, begründete er die verzweifelten Fluchtversuche aus Kabul. Doch die Situation in Afghanistan ist weiterhin gefährlich, wobei sich vor allem viele Frauen nicht trauen, ihr Leben wie zuvor fortzusetzen. Angesprochen auf die Ängste von Frauen und Mädchen in Afghanistan behauptete Suhail Shaheen, dass diese nichts verlieren würden, solange sie ein Kopftuch tragen.

In dem Gespräch anlässlich des näher rückenden End-Datums des Rückzugs von USA und Nato antwortete der Sprecher auch auf die Frage, was die Taliban den Familien derjenigen zu sagen haben, die beim Versuch in Afghanistan zu helfen, gestorben sind: „Ich denke, alle haben viel gelitten. Blutvergießen. Zerstörung. Alles. Aber wir sagen, die Vergangenheit ist die Vergangenheit. Jetzt wollen wir uns auf die Zukunft fokussieren.“ (vbu)

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