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Radikale Zerstörung, rücksichtsloser Verkauf: Die Taliban stahlen historische Kunstschätze in Bamiyan.
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Radikale Zerstörung, rücksichtsloser Verkauf: Die Taliban stahlen historische Kunstschätze in Bamiyan.

Afghanistan

Taliban plündern, verkaufen und zerstören Kulturschätze aus Afghanistan

  • VonYasemin Kamisli
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Die islamistische Terrorgruppe Taliban soll buddhistische Kunstschätze im afghanischen Bamiyan geplündert haben. Nachdem sie einiges verkauften, zerstörten sie weitere Kunstwerke.

Dubai/Kabul – Nun geht die Terrormiliz in Afghanistan so weit, dass sie schon Kulturschätze und Kunstwerke stehlen und zerstören. Die Taliban sollen nämlich historische Kunstschätze in einem Museum in Bamiyan geplündert und verkauft haben. Dies berichtete Radio Azadi am Dienstag (14.09.2021) unter Berufung auf den afghanischen Archäologen Zamaryali Tarzi. Tarzi leitete die Ausgrabungen eines französische Teams im zentralafghanischen Bamiyan.

Außerdem sollen Buddha-Köpfe und weitere historische Fundstücke aus den Lagerräumen der Restauratoren gestohlen worden sein. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf japanische Archäologen, die ebenfalls in Bamiyan arbeiteten.

Afghanistan: Taliban plündern und zerstören buddhistische Kulturschätze im Bamiyan-Tal

Betroffen war das Tal in der Provinz Daikundi. Dieses ist besonders berühmt für seine gigantischen, in Felsen eingemeißelten Buddha-Statuen aus dem sechsten Jahrhundert. Bereits im März 2001 wurden die buddhistischen Kunstwerke von den Taliban als unislamische „Götzenbilder“ mit Dynamit gesprengt. Sie befanden sich bis zur Zerstörung durch die Taliban im 2500 Meter hoch gelegenen, mehrheitlich von Hazara bewohnten Tal von Bamiyan, welches von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet ist.

Schon vor 20 Jahren waren die Taliban für die Zerstörung zwei großer Buddha-Statuen in Bamiyan verantwortlich.

Neben den Buddhas zerstörten die Taliban radikal auch fast alle buddhistische Kunst im Museum von Kabul. Japan, Frankreich und andere Länder haben seit 2002 Teile der Anlage in Bamiyan gesichert, Fragmente gesammelt und Teile der Statuen wieder rekonstruiert. Mitte August hatten die radikalislamistischen Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. Als Reaktion auf die Machtübernahme flüchteten mehrere Tausend Menschen vor der Terror-Herrschaft. Schritt für Schritt verkünden die neuen Machthaber in Kabul Regeln für ihr islamisches Emirat. Während Millionen Menschen hungern und jegliche Frauenrechte von den Taliban ignoriert werden. (Yasemin Kamisli mit ebd)

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