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Afghanistan

Afghanistan: Tausende Ortskräfte warten auf Ausreise nach Deutschland

  • VonLukas Zigo
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Monate nach dem Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan warten noch immer rund 20.000 Menschen auf ihre zugesagte Ausreise nach Deutschland.

Kabul – Die Bundeswehr ist nun seit knapp vier Monaten aus Afghanistan abgezogen. Als die Schirmherren der Operation, die USA, ihren Abzug verkündeten, zogen die restlichen Nato-Staaten hastig nach und zogen ihre Truppen ab. Doch lange, nachdem die Bundeswehr das Land verlassen hat, befinden sich noch viele Ortskräfte und ihre Angehörige in dem Land. Knapp 25.000 Aufnahmezusagen waren damals erteilt worden. Bisher seien jedoch nur 7033 Personen nach Deutschland gelangt, berichtete die Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Deutsche Behörden haben demnach zwischen dem 15. Mai und dem 26. November 24.556 Menschen aus Afghanistan eine Aufnahme zugesagt. Diese betreffe 4590 Ortskräfte der Bundeswehr und deutscher Ministerien sowie 19.966 Angehörige. Nach Deutschland gekommen seien bisher 1319 Ortskräfte mit 5711 Angehörigen. „Wie viele Ortskräfte und deren Familienangehörige mit einer Aufnahmezusage Afghanistan mithilfe deutscher Stellen verlassen haben, kann nicht beziffert werden“, teilt das Innenministerium dem Bericht zufolge mit.

Ein Bundeswehrsoldat (l) und ein Dolmetscher (r) sprechen nahe Kundus im Distrikt von Char Darreh mit einem Mann.

Afghanistan – Zahl der evakuierten Ortskräfte: „ein absolutes Armutszeugnis“

„Ein absolutes Armutszeugnis“, nannte die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut die geringe Zahl der aus Afghanistan geholten Ortskräfte. Menschen würden „in größter Angst und Unsicherheit in Afghanistan ausharren“, denn es gebe kaum Ausreisemöglichkeiten, sagte Akbulut den Funke-Zeitungen.

Sie forderte die neuformierte Bundesregierung dazu auf, die Anerkennungsverfahren sowie die Organisation der Evakuierungen und Einreisen zu beschleunigen und zu vereinfachen. Viele Ortskräfte und ihre Familien könnten aufgrund ihrer Kooperation mit der Bundeswehr oder deutschen Institutionen zu Zielen für die Taliban werden. (Lukas Zigo/dpa)

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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