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Truppenabzug aus Afghanistan

Afghanistan: Joe Biden erwägt Verlängerung des Einsatzes - Taliban reagieren

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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Joe Biden äußert sich zu dem chaotischen Truppenabzug der USA aus Afghanistan, und verteidigt seinen Zeitplan – lässt aber auch Raum für eine Verlängerung.

Washington D.C./Kabul – US-Präsident Joe Biden äußerte sich zu dem Truppenabzug aus Afghanistan und bezog dabei auch Stellung zu einer möglichen Verlängerung des Rettungseinsatzes in Kabul. Dessen Ende ist eigentlich für Ende August angesetzt, könnte aber unter bestimmten Bedingungen hinausgeschoben werden, wie Biden am Sonntag (22.08.2021) in einer Ansprache im Weißen Haus mitteilte.

Dabei sagte der US-Präsident, dass er weiterhin die Hoffnung habe den Einsatz am Flughafen der Hauptstadt von Afghanistan wie geplant beenden zu können. Wenn Verbündete der USA allerdings um eine Verlängerung beten würden, „werden wir schauen, was wir tun können“, so Biden. Mittlerweile kritisierten US-Partner Biden für den Afghanistan-Abzug, bei dem inzwischen etwa 30.300 Menschen durch die USA ausgeflogen wurden.

Truppenabzug aus Afghanistan: USA halten vorerst am Zeitplan fest

Zu der gefährlichen Situation am Flughafen in Afghanistan sagte Biden, dass es nicht möglich sei, derart viele Menschen in Sicherheit zu bringen, ohne dass es dabei „Schmerz und Verlust und herzzerreißende Bilder gibt, wie man sie jetzt sieht“. Gleichzeitig begründete der Oberbefehlshaber das vorläufige Festhalten am Zeitplan des Evakuierungseinsatzes mit der möglichen Bedrohung durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat: „Wir wissen, dass Terroristen versuchen könnten die Situation auszunutzen. Es ist immer noch ein gefährlicher Einsatz.“

Joe Biden äußerte sich zu dem Truppenabzug der USA aus Afghanistan.

In dem Einsatz zur Rettung von US-Bürgern und Verbündeten aus Afghanistan haben die USA inzwischen sechs Fluggesellschaften verpflichtet, die insgesamt 18 Maschinen zur Verstärkung des Militärs bereitstellen. Diese sollen nicht auf Kabul selbst landen, sondern beim Weitertransport von Geretteten von US-Luftstützpunkten in ihre Zielländer helfen. Bis zu dem selbstgesetzten Ende der Mission am 31. August sollen so 15.000 US-Bürger und mindestens 50.000 afghanische Ortskräfte sowie weitere Verbündete und deren Familien aus dem Land in Sicherheit gebracht werden.

US-Einsatz in Afghanistan: Chaotische Situation in Kabul

Die chaotische Situation in Kabul ergab sich, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump einen Abzug aller US- und Nato-Truppen aus Afghanistan bis zum 1. Mai 2021 mit den Taliban verhandelt hatte. Sein Nachfolger Joe Biden verzögerte diese Frist zwar um mehrere Monate, hielt jedoch an der Beendigung des Einsatzes fest. Beobachter kritisieren, dass die Taliban das dadurch entstandene Machtvakuum für sich nutzen konnten, ohne die Vereinbarungen mit den USA, die eine Phase der „Gewaltreduzierung“ sowie Friedensgespräche mit der afghanischen Regierung beinhalteten, einzuhalten.

US-amerikanische Soldaten im Einsatz am Flughafen in Kabul.

Inzwischen forderten die Taliban ein Ende des Evakuierungseinsatzes in Afghanistan nach Zeitplan. Wie der Deutschlandfunk berichtete, sagte ein Sprecher der Miliz, dass dies einer Verlängerung der militärischen Besatzung durch die USA gleichkäme, worauf sich die Taliban nicht einlassen würden. Des Weiteren drohte er mit Konsequenzen, falls die USA über den 31. August hinaus weiter Rettungsflüge in das Land schicken. (vbu/afp)

Rubriklistenbild: © Ssgt. Victor Mancilla/U.S. Marin via www.imago-images.de

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