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Taliban-Terror „extrem bedrohlich“

Afghanistan: Fast 6000 Angehörige warten auf Einreise nach Deutschland

  • Ares Abasi
    VonAres Abasi
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In den Botschaften der Nachbarländer kommt es für afghanische Familienangehörige zu langen Wartezeiten für die Visabeantragung.

Kabul - Fast 6000 afghanische Angehörige warten derzeit auf einen Termin für den Familiennachzug nach Deutschland. Das geht aus der Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. Anfang Dezember warteten 3889 Personen aus Afghanistan auf einen Termin zur Beantragung eines Visums in der deutschen Botschaft in Islamabad, Pakistan. In Neu-Delhi warteten zur gleichen Zeit 1818 afghanische Familienangehörige in der Auslandsvertretung auf einen Termin in der Botschaft. Insgesamt 5707 Menschen aus Afghanistan stehen demnach auf der Warteliste für einen Termin zur Familienzusammenführung.

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, könne es bei der Terminvergabe zu Doppel- und Fehlbuchungen kommen. Dort geht man davon aus, dass die tatsächliche Zahl der registrierten Personen nach aktueller Einschätzung niedriger ist als angegeben. Die radikal-islamistische Taliban-Regierung in Afghanistan hat derweil damit begonnen, Reisepässe für ihre Staatsbürger auszustellen. Alle „technischen Probleme“ seien gelöst, sagte am Samstag (18.12.2021) der Chef der Pass-Abteilung im Innenministerium, Alam Gul Hakkani. Bereits am Sonntag (19.12.2021) bildeten sich vor dem Passamt in der Hauptstadt Kabul lange Schlangen mit hunderten Menschen.

Von Afghanistan nach Deutschland: „Die Angehörigen können nicht länger warten“

„Die Angehörigen in Afghanistan können nicht länger warten“, erklärte die Linken-Politikerin Gökay Akbulut den Zeitungen. „Der Terror der Taliban und die drohende Hungersnot sind extrem bedrohlich.“ Die Bundestagsabgeordnete kritisierte zudem die lange Bearbeitungszeit der Visaverfahren. Akbulut führt das darauf zurück, dass ihrer Ansicht nach zu wenig Personal in den Botschaften vertreten ist. „Wenn die Visumsbearbeitung im derzeitigen Tempo weitergeht, dauert es Jahre, bis alle Anträge bearbeitet sind“, so Akbulut. „Das ist inakzeptabel.“

Nicht nur an der Botschaft in Kabul, auch in den Nachbarländern stehen die Menschen für ein Visum Schlange.

Beim Abzug der Bundeswehr und anderer deutscher Institutionen waren tausende einheimische Mitarbeiter in dem Land zurückgelassen worden. Die Bundesregierung bemüht sich um ihre Ausreise, da viele von ihnen Racheakte der Taliban befürchten. Mitte August hatten die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. (AFP, KNA, aba)

Rubriklistenbild: © Mohd Rasfan/AFP

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