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Auf einer Kundgebung in Alabama ließ Ex-Präsident Trump sich feiern und sprach sich von aller Schuld an der aktuellen Lage in Afghanistan frei.
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Auf einer Kundgebung in Alabama ließ Ex-Präsident Trump sich feiern und sprach sich von aller Schuld an der aktuellen Lage in Afghanistan frei.

US-Politik

Afghanistan-Abzug: Donald Trump attackiert Joe Biden und spricht von „totaler Kapitulation“

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Ex-Präsident Donald Trump nennt den Abzug aus Afghanistan die größte außenpolitische Demütigung in der US-Geschichte – und schiebt Joe Biden alle Schuld zu.  

Washington D.C. / Kabul – Die Einschätzung des im vergangenen November abgewählten US-Präsidenten Donald Trump zur Lage in Afghanistan ist denkbar einfach: Die Taliban hätten ihn respektiert, als seine Regierung das Abzugsabkommen mit ihnen ausgehandelt hatte, und deswegen wäre die schnelle Übernahme des Landes durch die Taliban mit ihm an der Spitze der USA gar nicht möglich gewesen. So jedenfalls verkündete er seine Sicht der Dinge bei einer Kundgebung vor 20.000 Anhänger:innen in der Kleinstadt Cullman im Norden von Alabama – und wurde erwartungsgemäß bejubelt.

Unter Joe Biden indessen sei es zur „größten außenpolitischen Demütigung in der US-Geschichte“ gekommen, stellt Trump die Situation dar und ätzte: „Dies ist kein Rückzug. Das war eine totale Kapitulation.“ Die Beschuldigungen zwischen Trump und seinem Amtsnachfolger Joe Biden sind seit Tagen ein einziges Hin und Her. Biden hatte in einer Fernsehansprache zuletzt davon gesprochen, von Trump eine schlechte Vereinbarung mit den Taliban übernommen zu haben, auf deren Basis er für die USA hätte handeln müssen, um keine Eskalation zuzulassen.

Trump kritisiert Biden für Afghanistan-Abzug: Wir hätten das Land mit Ehre verlassen

Wörtlich hieß es in der Vereinbarung, die die Trump-Regierung mit den Taliban im Februar 2020 getroffen hatte, die Vereinigten Staaten und die NATO würden in den ersten 100 Tagen nach Abschluss der Vereinbarung die Truppenstärke zunächst massiv reduzieren und in den kommenden neuneinhalb Monaten die verbleibenden Kräfte aus Afghanistan abziehen. Zusätzlich verpflichteten sich die Vereinigten Staaten 5.000 Taliban-Gefangene freizulassen, die Taliban im Gegenzug 1.000 ihrer Gefangenen, hieß es zuletzt in einer detaillierten Erklärung des Deals in der Washington Post. „Ich bin überzeugt, dass die Taliban wirklich beweisen wollen, dass wir nicht alle unsere Zeit verschwenden“, zitiert die US-Zeitung Trumps Verkündung der Vereinbarung, wobei er betonte: „Wenn etwas Schlechtes passiert, schlagen wir mit einer Kraft zurück, die noch niemand je gesehen hat.”

Womöglich hätte Trump das auch von Biden erwartet, der entgegen Warnungen und Prognosen von Fachleuten Trumps ursprüngliche Planung übernommen und lediglich den Zeitplan leicht verändert hatte. „Wir hätten das Land mit Ehre verlassen können. Stattdessen verlassen wir es nun mit dem Gegenteil von Ehre“, warf Trump Biden bei seiner Kundgebung vor. Wie er das bewerkstelligt hätte, lässt er offen. (ska)

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