Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundestagswahl

Warum der Sieg des AfD-Spitzenduos einen Gewinn für transparenten Wettbewerb bedeutet

  • Karin Dalka
    VonKarin Dalka
    schließen

Die AfD zieht mit Alice Weidel und Tino Chrupalla als Spitzenduo in den Bundestagswahlkampf. Was für die einen eine Niederlage bedeutet, ist an anderer Stelle ein Gewinn. Der Kommentar.

Berlin/Frankfurt – Das Ergebnis ist erfreulich klar: Die Fraktionsvorsitzende Alice Weidel und Parteichef Tino Chrupalla führen die AfD in den Bundestagswahlkampf.  Sie haben sich bei einer Mitgliederbefragung überdeutlich gegen das Außenseiter-Duo Joana Cotar/Joachim Wundrak durchgesetzt. Dieses wird dem angeblich „gemäßigten“ Lager um Co-Parteichef Jörg Meuthen zugerechnet und hatte für einen „freundlichen“ Auftritt der Partei geworben. Vergeblich.

Was daran erfreulich ist? Mit seiner Entscheidung zerstört die Parteibasis das durchsichtige Kalkül des Meuthen-Lagers, der Durch-und-Durch-Rechtsaußen-Partei doch noch ein geschmeidigeres, bürgerlich-wirtschaftsliberales Image zu verpassen. Einer Partei, der ein „Rechtsextremismus-Problem“ angeblich nur angedichtet wird, wie der sich  „konservativ“ nennende Ex-Generalleutnant Wundrak glaubhaft machen wollte, obwohl er doch selbst rechte Narrative bedient.

Bundestagswahlkampf: Niederlage für Meuthen – Erfolg für AfD-Flügel um Björn Höcke

Co-Parteichef Meuthen, der selbst nicht für den Bundestag antritt, hat sich jedenfalls verrechnet. Wohlwissend, dass Weidel und Chrupalla allein schon durch ihre Bekanntheit die größeren Chancen hatten, machte er sich für Cotar und Wundrak stark. Ihre Niederlage ist nun auch seine Niederlage. Man darf gespannt sein, ob er für sich daraus Konsequenzen zieht.

Alice Weidel und Tino Chrupalla führen die AfD in den Bundestagswahlkampf.

Das vom (offiziell aufgelösten) Flügel um den Thüringer Landeschef Björn Höcke favorisierte Duo Weidel/Chrupalla sind das passende Spitzenteam zu dieser Partei und zu einem Wahlprogramm, an dem dieser Flügel kräftig mitgeschrieben hat.  „Gemäßigt“ ist daran nichts. Dem politischen Wettbewerb kann diese Transparenz nur guttun. Denn nun ist, wie gesagt, erfreulich klar: Wer wirklich bürgerlich, konservativ oder wirtschaftsliberal wählen will, für den- oder diejenige kann die AfD keine Option sein. (Karin Dalka)

Rubriklistenbild: © Gregor Fischer/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare