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Hartmut Ziebs denkt sich seinen Teil.

Rechte

AfD-Streit bei der Feuerwehr geht in die nächste Runde

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Deutsche Kollegen verhindern Kandidatur von Ex-Feuerwehrchef Hartmut Ziebs im Weltverband. Die österreichischen kameraden haben ihn aber nominiert.

Der Personalstreit beim Deutschen Feuerwehrverband (DFV) hat nun die internationale Ebene erreicht: Der ehemalige DFV-Präsident Hartmut Ziebs hätte gute Chancen gehabt, zum neuen Präsidenten des Welt-Feuerwehrverbandes CTIF gewählt zu werden. Doch ausgerechnet seine deutschen Feuerwehrkameraden stellen sich quer.

Während der Messe Interschutz im Sommer in Hannover wird der CTIF einen neuen Präsidenten wählen. Der österreichische Feuerwehrverband hatte Ziebs als Kandidaten vorgeschlagen, er wäre der erste Deutsche in diesem Amt. Der 60-Jährige ist seit Sommer 2019 auch einer von mehreren Vize-Präsidenten des Weltverbands.

„Alle Zeichen standen positiv“, sagt Ziebs dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Unterstützung habe er etwa von den Verbänden aus den Niederlanden, Frankreich, Luxemburg und Kroatien zugesichert bekommen.

Dagegen hat der Präsidialrat des Deutschen Feuerwehrverbands jetzt mit großer Mehrheit entschieden, die Kandidatur seines ehemaligen Präsidenten nicht zu unterstützen, wie ein Sprecher bestätigt. Eine offizielle Begründung gibt der Verband nicht ab, der Grund für diese Entscheidung liege „mehr im internen Bereich“, so der Sprecher.

Ziebs hat daraufhin den Verband aus Österreich gebeten, den Vorschlag wieder zurückzuziehen. „Das hat keinen Zweck“, sagt er. „Wenn das eigene Heimatland einen nicht trägt, ergibt das für andere Staaten auch keinen Sinn.“ Überrascht habe ihn das Verhalten des DFV-Präsidialrats aber nicht, sagt Ziebs.

Schon im vergangenen Jahr war ein Machtkampf zwischen Ziebs und fünf seiner sieben Vize-Präsidenten entbrannt. Diese hatten im November den damaligen Chef des Feuerwehrverbands zum Rücktritt aufgefordert. Einen offiziellen Grund für diese Forderung habe man Ziebs bis heute nicht genannt, weshalb er den Vorgang als „ungeheuerlich“ bezeichnet. Neben umstrittenen Personalentscheidungen gilt auch Ziebs klare Haltung gegen AfD-Sympathisanten in den Reihen der Feuerwehr inoffiziell als Ursache für den Streit.

ENach wochenlangen Auseinandersetzungen, Hassbotschaften und Drohungen gegen ihn und seine Familie hatte Ziebs zum Jahresende seinen Rücktritt als DFV-Chef erklärt. Der Feuerwehrverband brauche jetzt einen Neuanfang, sagt er heute – und hält daher an seiner Forderung fest, dass auch die fünf Vize-Präsidenten ihr Amt niederlegen sollen. Als Vize-Präsident des Weltverbands ist Ziebs noch bis 2023 im Amt. „Ich habe keine Pläne, von diesem Amt zurückzutreten“, sagt er.

Im Deutschen Feuerwehrverband läuft derweil das Verfahren zur Wahl eines neuen Präsidenten. Noch bis Ende März können Kandidaten vorgeschlagen werden, über die die Delegiertenversammlung dann im Juni bei der Interschutz in Hannover abstimmt. Bisher seien keine Vorschläge eingegangen, wie der DFV-Sprecher mitteilt.

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