Wegen des AfD-Bundestagsabgeordneter Stephan Brandner musste ein ICE stoppen, weil er keine Maske tragen wollte.
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Wegen des AfD-Bundestagsabgeordneter Stephan Brandner musste ein ICE stoppen, weil er keine Maske tragen wollte.

Im ICE nach Rügen

AfD-Politiker löst mit Verstoß gegen Maskenpflicht Polizeieinsatz aus

  • vonFriedrich Reinhardt
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Der AfD-Politiker Stephan Brandner weigert sich, im ICE eine Maske zu tragen. Sein Streit mit dem Schaffner ruft die Polizei auf den Plan.

  • Der AfD-Politiker Stephan Brandner verweigerte sich der Maskenpflicht in einem ICE.
  • Brandner musste daraufhin mehrfach von der Polizei ermahnt werden, bis er eine Maske aufsetzte.
  • Der AfD-Bundestagsabgeordnete ist mehrfach wegen antisemitischer Äußerungen aufgefallen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner hat mit einem Verstoß gegen die Maskenpflicht in einem ICE für einen Polizeieinsatz gesorgt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Der Rechtsanwalt und ehemaliger Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag hatte den Vorfall auf seinem Twitter-Account selbst öffentlich gemacht.

Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte sich Brandner in einem ICE auf der Fahrt von Berlin nach Rügen am Mittwoch, 12. August, geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Den Anweisungen des Schaffners, eine Maske im Zug zu tragen, widersetzte sich Brandner. Auch ein weiterer Fahrgast wollte keine Maske aufsetzen. Daraufhin verständigte der Bahn-Mitarbeiter die Polizei.

Polizisten mussten Rechtsanwalt mehrmals auffordern die Maskenpflicht einzuhalten

Mehrere Beamte stiegen daraufhin im Bahnhof Pasewalk in den ICE. Der zweite Fahrgast konnte ein ärztliches Attest vorlegen, das sie von der Maskenpflicht entband. Brandner soll sich derweil auf der Toilette befunden haben. Am nächsten Halt in Anklam belehrten die Polizisten den Rechtsanwalt Brandner, dass in Zügen wegen der Corona-Pandemie im Öffentlichen Nahverkehr Maskenpflicht gilt. Erst nach mehrmaliger Aufforderung habe Brandner die Mund-Nasen-Bedeckung angelegt, berichtet faz.net und beruft sich auf Angaben der Bundespolizei.

Brandner selbst beschrieb den Vorfall auf Twitter als „Anekdötchen“. Der Schaffner habe ihn aufgefordert eine Maske zu tragen, während er gerade eine Nußschnecke gegessen habe. Die Fahrt des Zuges habe sich durch den Polizeieinsatz um etwa zehn Minuten verspätet.

Brandner wurde wegen antisemitischer Äußerungen als Vorsitzender des Rechtsausschusses abgewählt

AfD-Mann Stephan Brandner wurde im November 2019 wegen antisemitischer Äußerungen als Vorsitzender des Rechtsausschusses abgewählt. Nach den Anschlägen in Halle hatte Brandner die Nachricht eines Twitternutzers weiterverbreitet, der geschrieben hatte, die Opfer von Halle seien „eine Deutsche, die gerne Volksmusik hörte“ und „ein Bio-Deutscher“ gewesen. „Warum lungern Politiker mit Kerzen in Moscheen und Synagogen rum?“. Später bezeichnete er zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Udo Lindenberg die Auszeichnung als dessen „Judaslohn“. Von Friedrich Reinhardt

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