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Parteivorstand

Nach Meuthen-Rückzug von AfD-Spitze: „Die werden merken, dass ich nicht weg bin“

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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  • Tobias Utz
    Tobias Utz
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Jörg Meuthen kündigt seinen Rückzug aus der AfD-Spitze an. Im Nachgang greift er seine politischen parteiinternen Gegner scharf an.

Update vom Dienstag, 12.10.2021, 9.30 Uhr: Einen Tag, nachdem Jörg Meuthen seinen Rückzug von der AfD-Spitze angekündigt hat, hat er sich zu seinem weiteren Vorgehen geäußert. Er betonte im Interview mit dem Nachrichtenportal T-Online.de, dass er sich aus der Partei nicht gänzlich zurückziehen werde. „Denn wenn sie glauben, jetzt seien sie mich los, irren sie. Die werden sehr schnell merken, dass ich nicht weg bin“, wird Meuthen im Interview zitiert.

Er werde sich nur zurücknehmen, ihm sei jedoch bewusst, dass er „den Zorn einiger auf sich“ gezogen habe. Die Mehrheit der AfD würde jedoch hinter ihm stehen. Entsprechend werde seine Stimme weiterhin politisches Gewicht haben. Warum er nach der Bundestagswahl 2021* in den Angriffsmodus geschaltet habe? Die AfD habe in Deutschland etwas erreichen wollen, „das geht nicht mit Wahlergebnissen von zehn Prozent“.

Jörg Meuthen, hier neben Tino Chrupalla, zieht sich von der AfD-Spitze zurück.

AfD: Jörg Meuthen kündigt Rückzug an

Erstmeldung von Montag, 11.10.2021, 10.45 Uhr: Berlin – Der langjährige AfD*-Co-Vorsitzende Jörg Meuthen will bei der Neuwahl des Parteivorstandes im Dezember nicht mehr für den Spitzenposten kandidieren. Er habe sich nach intensiven Überlegungen und Gesprächen mit seiner Familie entschlossen, bei der Neuwahl des Parteivorstandes im Dezember, nicht mehr für den Spitzenposten zu kandidieren, schrieb er am Montag (11.10.2021) in einem Rundschreiben an die AfD-Mitglieder.

Der 60-Jährige teilt sich den Vorsitz aktuell mit Tino Chrupalla, der gemeinsam mit Alice Weidel die Bundestagsfraktion* führt. Er werde seine politische Arbeit aber fortsetzen „und meine Stimme hörbar einsetzen“, fügte Meuthen in seinem Brief hinzu.

Jörg Meuthen will der AfD-Spitze nicht mehr angehören

Jörg Meuthen ist Europaabgeordneter. Er hatte in den vergangenen zwei Jahren für einen sogenannten „gemäßigteren Kurs“ der AfD plädiert. Damit hat er sich in der Rechtsaußen-Strömung der Partei um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke Feinde gemacht. Diese Strömung wird vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Bestrebung beobachtet. „Das ist eine persönliche Entscheidung von Jörg Meuthen“, sagte Tino Chrupalla der Deutschen Presse-Agentur. Das Verhältnis zwischen den beiden Co-Vorsitzenden war zuletzt sehr angespannt.

Die AfD will ihren neuen Parteivorstand auf einem zweitägigen Bundesparteitag in Wiesbaden wählen, der für den 11. Dezember geplant ist. Er habe ja bereits angekündigt, dass er dort erneut kandidieren wollen, sagte Chrupalla. Wer – sollte es bei der Doppelspitze bleiben – aus seiner Sicht als Co-Vorsitzender infrage käme, wollte er nicht sagen.

AfD plant Vorsitzenden aus Ost und West

Aus der AfD ist zu hören, man sollte neben Chrupalla, der aus Sachsen stammt, einen Co-Vorsitzenden aus dem Westen wählen. Genannt werden in diesem Zusammenhang unter anderem Alice Weidel, der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Rüdiger Lucassen und der bayerische AfD-Chef Peter Boehringer.

Er wünsche den Delegierten auf dem Bundesparteitag eine glückliche Hand bei der Wahl der neuen Parteispitze, schrieb Jörg Meuthen. „Mögen sie eine besonnene Wahl treffen und vernünftige Vorstandsmitglieder wählen, die unsere Partei als entschiedene Rechtsstaatspartei und als starke und einzige entschlossen freiheitlich-konservative Kraft weiter voranbringen.“ (tu/ktho mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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