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Der Kreisverband von Björn Höcke steckt in einer Finanzaffäre.

AfD-Skandal

Auch Höcke in Finanzskandal verwickelt

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Auch der Rechtsaußen der AfD ist jetzt in einen Finanzskandal involviert. 

Die Bundestagsverwaltung hat wegen eines weiteren Falls nicht angegebener Parteieinnahmen Nachfragen an die AfD. Es geht dabei um den Kreisverband Nordthüringen – Eichsfeld – Mühlhausen. Chef ist der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke. Dessen Parteigruppierung „Der Flügel“ richtet das jährliche „Kyffhäusertreffen“ aus, bei dem sich die Rechtsaußen der Partei treffen.

Die Teilnehmerzahlen für das Treffen wuchsen stetig von 500 auf 1000 Gäste an. Als Teilnehmerbeitrag wurden erst 20, dann 30 Euro pro Person verlangt. Pro Jahr kommen also zwischen 10 000 und 30 000 Euro allein an Teilnehmerbeiträgen zusammen – plus Spenden. Das Problem für Höcke und die AfD: Die Teilnehmer überwiesen das Geld nicht auf ein Konto des „Flügels“ oder ein Unterkonto für das Kyffhäusertreffen. Als Bankverbindung für die Anmeldung war jeweils das Konto des ausrichtenden Kreisverbands angegeben – und das war 2016 und 2017 Höckes Kreisverband.

Damit gilt das Kyffhäuser-Geld als Parteieinnahme und hätte als solche ordnungsgemäß im Rechenschaftsbericht der Partei angegeben werden müssen. Das aber wurde nach RND-Informationen versäumt. Die Bundestagsverwaltung bestätigt auf RND-Anfrage, dass es dazu Nachfragen gibt. Björn Höcke äußert sich nicht. Mehrere Mitglieder der AfD-Spitze bestätigen den Vorgang.

Das Kyffhäusertreffen 2019 wird am 6. Juli im thüringischen Leinefelde stattfinden. 800 Teilnehmer sind zugelassen, es werden wieder 30 Euro verlangt. Gezahlt werden soll dieses Mal auf ein eigens eingerichtetes Unterkonto des AfD-Kreisverbands.

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