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Ackermann entgeht Anschlag

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Deutsche-Bank-Chef erhält Briefbombe

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist in Frankfurt nur knapp einem Briefbombenanschlag entgangen. In einem Schreiben gab sich die terroristische und anarchistische Gruppe Federazione Anarchica Informale (FAI) als Urheber zu erkennen, teilten die Sicherheitsbehörden am Donnerstagabend mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppierung noch zwei andere Briefbomben verschickt haben könnte, denn in einem Bekennerschreiben in italienischer Sprache habe sie vor „drei Explosionen gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger“ gewarnt. Die Bundesanwaltschaft will am Freitag prüfen, ob sie auch den neuen Fall an sich ziehe.

Das an Ackermann persönlich adressierte Schreiben hätte Hessens Landeskriminalamts (LKA) zufolge dem Empfänger beim Öffnen erhebliche Verletzungen zugefügt. Dass es soweit nicht kam, ist aufmerksamen Mitarbeitern zu verdanken, denen der Brief am Mittwoch in der Poststelle in Frankfurt verdächtig vorkam. Sie verständigten die Polizei.

Bei der genaueren Untersuchung des Funds im Wiesbadener LKA wurde dann das versteckte Bekennerschreiben der FAI entdeckt. Die Gruppe hatte sich nach Angaben des LKA in der Vergangenheit mehrfach zu Anschlägen gegen staatliche Organisationen vor allem in Italien bekannt. Aber auch bei einer im Jahr 2003 in Frankfurt abgefangenen Briefbombe an den damaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, übernahm die FAI die Urbeberschaft.

Der Vize-Chef der FDP-Bundestagsfraktion, Volker Wissing, sieht einen Zusammenhang zwischen der Kritik an Ackermann und dem versuchten Anschlag. „Für das Attentat tragen auch diejenigen Verantwortung, die Herrn Ackermann nicht fachlich, sondern menschlich-persönlich kritisiert haben“, sagte er handelsblatt.com. Seite 4

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