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Abtreibungs-Paragraph 218: Die Doku-Fiktion zum Skandal-Prozess

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Der „Hexenprozess“ von Memmingen spaltete 1988 die Nation. Das Special der Frankfurter Rundschau zeigt, warum die Diskussion von damals heute relevanter ist denn je. Werden Sie zornig!

Wäre das heute noch möglich? Dass Frauen wegen einer Abtreibung auf Polizeiwachen gezerrt und mit Strafbefehl verfolgt werden? Dass sie vor männlichen Richtern erscheinen müssen, die sie über intimste Details ihres Sexlebens ausfragen? Dass sie öffentlich gedemütigt und erniedrigt werden, weil sie nicht selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden dürfen?

So war es in den 1980er Jahren beim spektakulären Abtreibungsprozess von Memmingen. Angeklagt war der Frauenarzt Horst Theissen wegen Verstoß gegen den § 218. Fast 200 Frauen wurden als Zeuginnen vernommen und saßen indirekt mit auf der Anklagebank.

Paragraph 218 schützt kein Leben

All das könnte auch heute wieder passieren. Denn der § 218 steht noch immer im Strafgesetzbuch, in Deutschland ist Abtreibung nach wie vor illegal. Und einer Frau, die sich vor einer Klinik plötzlich einer Meute von selbsternannten Lebensschützern gegenübersieht, ist auch heute ausgeliefert.

Vor Gericht. Raphaela Buder illustriert die Sonderbeilage. 

Zum Weltfrauentag am 8. März greift die Frankfurter Rundschau deshalb den Hexenprozess von Memmingen wieder auf. In einer Mischung aus fiktionalen und dokumentarischen Elementen zeichnet die Autorin Berit Glanz den Skandal nach. Sie beschreibt die Not der betroffenen Frauen, die Perfidie der Strafverfolgung, den offenen Sexismus der Richter. 

Raphaela Buder begleitet die Geschichte mit berührenden Illustrationen.

Lesen Sie! Werden Sie zornig!

Titelblatt der Sonderbeilage.

Am liebsten wäre uns, Sie gehen auf die Straße und demonstrieren gegen den Paragraph 218. Sie können aber auch erst einmal den Text nachlesen. Kostenlos. Einfach Formular ausfüllen und die Sonderpublikation anlässlich des Weltfrauentags aus der Frankfurter Rundschau vom 8. März 2019 als PDF-Datei herunterladen.

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