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Soll Putin unter die Guillotine? Zentrum für politische Schönheit lässt abstimmen

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Von: Katja Thorwarth

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Das Zentrum für politische Schönheit lässt abstimmen: Wie soll Putin vom ICC bestraft werden?
Das Zentrum für politische Schönheit lässt abstimmen: Wie soll Putin vom ICC bestraft werden? © Screenshot_Seite_punishputin-com

Das Zentrum für politische Schönheit widmet sich Wladimir Putin. Im Namen des Internationalen Staatsgerichtshofs wird per Live-Voting abgestimmt, wie der Kreml-Chef bestraft werden soll.

Frankfurt - „Wir machen für Dich Stress und radikalen Humanismus“, versprechen die Aktivist:innen des Zentrums für politischer Schönheit (ZPS) um Philipp Ruch auf Instagram. Und Stress gemacht hat „die einzige nur von Björn Höcke anerkannte Terrororganisation“ in der Vergangenheit durchaus. Nun beschäftigt sich die ZPS mit Wladimir Putin, Präsident Russlands und treibende Kraft im Ukraine-Krieg.

Wohl die spektakulärste Aktion war 2017 das Holocaust-Mahnmal vor dem Haus von Thüringens AfD-Chef Höcke. 24 Stelen waren auf einem gepachteten Nachbargrundstück in Sichtweite zu Höckes Haus installiert worden, die einen verkleinerten Nachbau des Holocaust-Mahnmals in Berlin bilden sollten. Höcke hatte die Macher seinerzeit als „terroristische Vereinigung“ bezeichnet.

Zentrum für politische Schönheit: Aktion zu Putin und dem Krieg in der Ukraine

Zuletzt ärgerte das ZPS die AfD erneut, als sie im Bundestagswahlkampf den fiktiven „Flyerservice Hahn“ betrieb, der gegenüber Gliedorganisationen der AfD den Eindruck erweckte, Flyer-Verteilaufträge anzunehmen. Das Zentrum für politische Schönheit erhielt etwa fünf Millionen AfD-Flugblätter und ließ sie schreddern, statt sie zu verteilen.

Am 19. Dezember setzt die Künstlergruppe nun einmal mehr den Slogan der „radikalen Humanität“ in die Tat um. Ziel ihrer aktuellen Aktion: der Internationale Strafgerichtshof (ICC), der in Russlands Krieg gegen die Ukraine Kriegsverbrechen der russischen Armee und der Verantwortlichen im Kreml unter Wladimir Putin ahnden soll. Das ZPS hat hierzu in den sozialen Medien eine Eilmeldung veröffentlicht: „Der Internationale Strafgerichtshof (ICC) startet heute weltweit eine neue Kampagne: Unter http://punishputin.com ruft der ICC die Weltbevölkerung zur Abstimmung über die angemessene Strafe Putins auf.“ Kurz: „Wählen Sie Ihre bevorzugte Strafe für Putin vor dem Internationalen Strafgerichtshof“

Der ICC im Visier des Zentrums für politische Schönheit

Tatsächlich kann weltweit - „The world is voting now“ - an einer Live-Abstimmung teilgenommen und abgestimmt werden, wie Putin bestraft werden soll. Zur Auswahl stehen etwa die Guillotine, Gefängnis oder sein Kriegseinsatz. Jede potentielle Strafmaßnahme wurde in einem Video visualisiert. Gemäß eines Rankings plädieren aktuell die meisten Menschen für Ohrfeigen, gefolgt von seinem Kriegseinsatz und seiner Konfrontation mit einem Hai. 37 Bestrafungen stehen auf der Seite zur Auswahl, die in ukrainisch, russisch, spanisch und englisch aufrufbar ist.

Neben Deutschland wird die Seite aktuell am stärksten von Italien, der Schweiz und Österreich frequentiert. (ktho)

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