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9-Euro-Ticket statt Dienstwagen: Wie die Grünen das Monatsticket finanzieren wollen

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Von: Constantin Hoppe

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Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge schlägt die Beibehaltung eines günstigen Nahverkehrstickets vor. Dafür sollen Firmen auf Dienstwagen verzichten.

Berlin – „Wir brauchen ein bundesweites, günstiges Nahverkehrsticket. Die Entscheidung ist jetzt möglich und nötig“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katharina Dröge am Montag (1. August). Um dieses zu finanzieren, schlug sie vor, die steuerliche Absetzbarkeit von Dienstwagen zu reduzieren: „Finanziert werden kann ein solches ÖPNV-Ticket durch den Abbau des sogenannten Dienstwagenprivilegs. Das wäre im doppelten Sinne positiv für Klimaschutz und Gerechtigkeit.“

Firmen können die Kosten für Firmenwagen steuerlich absetzen. Für die Beschäftigten ist die Nutzung des Pkw damit fast komplett kostenlos. Diese Möglichkeit wäre dann passé. Auch die Vorsitzende der Linkspartei Janine Wissler forderte im Juli das Streichen des Dienstwagenprivilegs.

9-Euro-Ticket - Hannover
Durch das Streichen des Dienstwagenprivilegs könnte ein günstiges Nahverkehrs-Ticket finanziert werden, so Katharina Dröge (Grüne). (Symbolbild) © Michael Matthey/dpa

Dröge: „Das 9-Euro-Ticket darf nicht einfach auslaufen“

Für Dröge steht fest: Das Neun-Euro-Ticket dürfe im September nicht ohne Anschlusslösung auslaufen, mahnte sie. Die von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) in Aussicht gestellte Evaluation im November komme zu spät. „Das Neun-Euro-Ticket ist ein echter Verkaufshit und ein voller Erfolg“, sagte Dröge.

Name:9-Euro-Ticket
Gültig:jeweils in den Monaten Juni, Juli, August 2022
Land:Deutschland

Auch mit Blick auf den Klimaschutz: „Wenn mehr Menschen sich dazu entscheiden, auf Bus und Bahn umzusteigen, ist das gut fürs Klima und für weniger Verkehr auf den Straßen.“ Zudem würde das Ticket gerade Menschen mit geringem Einkommen entlasten, die aktuell unter den hohen Preisen litten.

Günstig mit dem Nahverkehr durch Deutschland: 9-Euro-Ticket ein Verkaufshit

Die Bahn berichtete nach dem Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets Ende Mai von der „größten Nachfrage überhaupt“ an den Verkaufsautomaten und bei den Vorbestellungen. Innerhalb weniger Stunden seien mehr als 200.000 Tickets vorbestellt worden. Seitdem kommt es jedoch wegen der hohen Nachfrage zu überfüllten Wagons und Verspätungen, obwohl mehr Züge eingesetzt werden. (con mit afp)

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