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9-Euro-Ticket: Was SPD-Chefin Esken fordert

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Von: Jan-Frederik Wendt

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SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken
Saskia Esken, SPD-Bundesvorsitzende, fordert ein Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket. © Kay Nietfeld/dpa

Die Politik diskutiert weiter über ein mögliches Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket. Nun hat sich auch SPD-Chefin Saskia Esken zu Wort gemeldet.

Berlin - Viele Expert:innen bewerten das 9-Euro-Ticket der Bundesregierung als Erfolg. Die Diskussion über ein Nachfolgeangebot läuft seit Wochen. Im Gespräch ist unter anderem das sogenannte 69-Euro-Ticket. Nun hat sich auch SPD-Chefin Saskia Esken zu Wort gemeldet: „Die Erfahrungen mit dem 9-Euro-Ticket sollten wir nun auswerten und daraus ein Konzept für einen attraktiven, einfachen und bezahlbaren ÖPNV entwickeln“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) und sein Ministerium müssten jetzt zügig mit den Ampel-Fraktionen und den Bundesländern ins Gespräch gehen und einen geeigneten Vorschlag für die Weiterentwicklung des 9-Euro-Tickets vorlegen.

„Das 9-Euro-Ticket ist ein voller Erfolg und hat gezeigt, wie groß der Bedarf an einfachen und kostengünstigen Angeboten im öffentlichen Personenverkehr ist“, sagte Esken. Im Gegensatz zum Tankrabatt sei das eingesetzte Geld für diese Entlastungsmaßnahme voll bei den Bürgerinnen und Bürgern angekommen. Viele Expert:innen wie Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hatten den Tankrabatt der Ampel-Koalition kritisiert. Das 9-Euro-Ticket habe gezeigt, dass es vielerorts noch an Verbindungen mit Bussen und Bahnen fehle, sagte Esken.

9-Euro-Ticket: SPD-Chefin will Nachfolgeangebot

Zuvor hatte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) eine weitere Finanzierung des 9-Euro-Tickets oder eines Nachfolgeangebots strikt abgelehnt. „Wir können nicht auf Dauer gestiegene Preise für das importierte Öl, die Entwicklung des Dollar und die Knappheiten bei Raffinerien mit Staatsgeld ausgleichen“, sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

In Zeiten des Ukraine-Konflikts spricht sich Lindner für andere Entlastungsmaßnahmen aus: unter anderem für eine Erhöhung der Pendlerpauschale. „Die vielen Menschen, die täglich zur Arbeit pendeln, treffen die hohen Energiekosten besonders. Wenn alle in der Koalition dieses Problem ernst nehmen, bin ich offen dafür, die #Pendlerpauschale ab 2023 deutlich zu erhöhen - ab dem 1. Kilometer und nicht nur für Fernpendler“, schrieb der Finanzminister auf Twitter.

Das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr soll nach bisherigen Planungen Ende August auslaufen. Zahlreiche Vorschläge für eine mögliche Verlängerung stehen im Raum. (Jan Wendt)

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