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8000 Menschen gehen gegen Fremdenhass auf die Straße.

Gegen Fremdenfeindlichkeit

7000 Menschen demonstrieren in Berlin und Münster

Während in Chemnitz die Rechten auf die Straße gehen, schließen sich in Berlin bei einer Demonstration gegen Fremdenhass gut 5000 Menschen an. 2000 Menschen demonstrieren in Münster gegen rechts.

Bei der Kundgebung der rechtsextremen Organisation Pro Chemnitz hat die Polizei in der sächsischen Stadt am Donnerstagabend mindestens acht Straftaten registriert. Dabei handelte es sich um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, wie die Polizei mitteilte. Überdies erkannten die Polizisten Teilnehmer wieder, die sich bei der Pro-Chemnitz-Kundgebung am Montag strafbar gemacht hatten.

Die Polizei war mit mehr als 1200 Einsatzkräften aus verschiedenen Bundesländern sowie der Bundespolizei vor Ort. An der Demonstration von Pro Chemnitz nahmen laut Polizei rund 900 Menschen teil. Diese protestierten vor dem Stadion, wo Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein Bürgergespräch veranstaltete. An der Diskussion im Stadion nahmen nach Polizeiangaben 650 Menschen teil. Beide Veranstaltungen verliefen demnach „sicher und störungsfrei“.

Nach der Tötung eines 35-Jährigen war es am Sonntag und Montag in Chemnitz bei Demonstrationen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, an denen sich Rechtsextreme und radikale Hooligans beteiligten. Für das Wochenende sind erneut Kundgebungen in Chemnitz angekündigt, sowohl von Rechtsextremen als auch von einem Bürgerbündnis, das sich unter dem Motto „Herz statt Hetze“ gegen Fremdenfeindlichkeit wendet.

Demos gegen rechts

Während in Chemnitz gegen die Einwanderungspolitik protestiert wurde, schlossen sich in Berlin-Neukölln bei einer Demonstration gegen Gewalt und Fremdenhass gut 5000 Menschen an - weit mehr als erwartet. Rund 2000 Menschen demonstrierten am Donnerstagabend in Münster gegen Rechts.(FR mit afp)

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