Weißrussland

32 Russen in Weißrussland verhaftet

Vermeintliche Söldner sollen „Terroranschläge“ geplant haben. Nach der Festnahme hat die Justiz des osteuropäischen Landes ein Anti-Terror-Verfahren eingeleitet.

Nach der Festnahme mutmaßlicher russischer Söldner in Weißrussland hat die Justiz des osteuropäischen Landes ein Anti-Terror-Verfahren eingeleitet. Den 32 festgenommenen Russen werde die „Vorbereitung von Terroranschlägen“ vorgeworfen, sagte der Chef des Sicherheitsrats des Landes, Andrei Rakow, am Donnerstag vor Journalisten. Die mutmaßlichen Söldner waren am Mittwoch festgenommen worden. Ihnen wird eine Verschwörung zur Destabilisierung des Landes vor der Präsidentschaftswahl im August vorgeworfen.

Nach Berichten von Staatsmedien handelt es sich bei den Festgenommenen um Mitglieder der russischen Söldnertruppe Wagner, die unter anderem in Syrien zum Einsatz kam und nun in Libyen aktiv sein soll. Die Gruppe soll eng mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verbunden sein. Berichten zufolge hatten Behörden am Mittwoch von der „Ankunft von 200 Kämpfern“ im Land erfahren.

Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme hielten sich die Russen laut der Nachrichtenagentur Belta in einem Kurort auf. Sie trugen demnach „militärische Kleidung“ und hatten schweres Gepäck bei sich. Aufgeflogen seien sie, da sie anders als russische Touristen keinen Alkohol getrunken hätten.

In Weißrussland findet am 9. August die Präsidentschaftswahl statt. Der seit 1994 autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko bewirbt sich um seine sechste Amtszeit. Lukaschenko forderte am Mittwoch eine Erklärung seines engen Verbündeten in Moskau.

In den USA wurde derweil der Weißrusse und Politikberater Witali Schkliarow festgenommen. Unter Berufung auf den weißrussischen Sicherheitsdienst berichtete das Staatsfernsehen, Schkliarow habe den Blogger Sergej Tichanowski beraten, der von Lukaschenko von der Wahl ausgeschlossen wurde und derzeit im Gefängnis sitzt. (afp)

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