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Mehr als jede*r vierte Einwohner*in in Deutschland hat einen „Migrationshintergrund“.
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Mehr als jede*r vierte Einwohner*in in Deutschland hat einen „Migrationshintergrund“.

Bevölkerung

21 Millionen haben Migrationsgeschichte.

Die Mehrzahl der zugewanderten Menschen stammen aus einem anderen europäischen Land.

In Deutschland hat mittlerweile mehr als jeder vierte Einwohner einen Migrationshintergrund. Die Zahl stieg 2019 erstmals knapp über die Schwelle von 21 Millionen Menschen, das waren 26 Prozent der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Etwas mehr als die Hälfte der Menschen mit Migrationshintergrund besaß einen deutschen Pass; von diesen hatten wiederum 51 Prozent die deutsche Staatsangehörigkeit seit Geburt.

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Menschen stammen aus einem anderen europäischen Land. 22 Prozent sind aus Asien eingewandert oder sind Nachkommen von Asien-Einwanderern; hierzu zählt das Bundesamt auch Syrien, Afghanistan und den Irak. Wichtigste Herkunftsländer sind demnach die Türkei (13 Prozent), Polen (11 Prozent) und Russland (sieben Prozent).

Ein Migrationshintergrund liegt nach der Definition des Bundesamts vor, wenn man selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde oder wenn dies bei mindestens einem Elternteil der Fall ist.

Unter den Bundesländern gibt es ein deutliches West-Ost-Gefälle: Bremen hatte 2019 den größten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund mit 36,5 Prozent, gefolgt von Hessen mit 34,4 Prozent. Den niedrigsten Anteil hatte Thüringen (7,8 Prozent).

Das Bundesamt legte zudem Zahlen zu Berufen vor, in denen besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund tätig sind: In Reinigungsberufen stellten sie 55 Prozent der Beschäftigten. In der Altenpflege hatten vergangenes Jahr 30 Prozent der Beschäftigten einen Migrationshintergrund, im Verkauf von Lebensmitteln waren es 28 Prozent. Unterrepräsentiert war die Gruppe dagegen in medizinischen Gesundheitsberufen (21 Prozent), in der Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen (11 Prozent) sowie beim Polizeivollzugs- und Kriminaldienst. (dpa)

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