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„Nicht meine Tochter“: Frage zu Ivanka bringt Donald Trump in Verlegenheit

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Von: Tim Vincent Dicke

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Tritt Donald Trump 2024 bei der US-Wahl an? In einem TV-Interview heizt der Republikaner die Spekulationen an – und spricht über seine Tochter Ivanka.

Washington D.C. – Der frühere Präsident Donald Trump gilt für viele konservative Republikaner:innen in den USA weiterhin als der Heilsbringer schlechthin. Bekannt gemacht haben den umstrittenen Unternehmer seine medialen Auftritte, insbesondere in den vielen News-Channels der Vereinigten Staaten. Ein kürzlich gegebenes Interview bei einem indischen Sender wirkte stellenweise bizarr.

Neben Lob für den indischen Premierminister Narendra Modi, Trump nannte ihn einen „tollen Kerl“, der „einen großartigen Job“ mache, deutete Trump bei New Delhi Television (NDTV) eine Kandidatur für die US-Wahl 2024 an. Ohne jedoch konkret zu werden. „Alle wollen, dass ich kandidiere, ich liege in den Umfragen vorn. (...) Ich werde in naher Zukunft eine Entscheidung treffen. Ich denke, dass viele Leute sehr glücklich sein werden“, so der 76-Jährige.

Randalierer in Washington: Ivanka Trump bezeichnet sie als „amerikanische Patrioten“
Während seiner Amtszeit war Ivanka Trump an der Seite ihres Vaters Donald und arbeitete als leitende Beraterin im Weißen Haus. (Archivbild) © Drew Angerer/AFP

Donald Trump: Tritt der frühere Präsident 2024 in den USA nochmal an?

Seit seinem Ausscheiden aus dem Präsidentschaftsamt sind die Diskussionen im vollen Gange, ob Donald Trump noch einmal ins Weiße Haus einziehen möchte. Er beherrscht es, die Gerüchte und Spekulationen am Leben zu halten – und sichert sich so mediale Dauerberichterstattung. Im Juli sagte Trump bei einer Rede vor Studierenden, dass mit der Präsidentschaft von Joe Biden sein Wahlslogan „Keep America great“ überholt sei. Jetzt müsse es wieder „We will make America great again“ heißen. Und wer Amerika wieder groß machen kann, ist für den Republikaner klar: er selbst.

Obwohl Trump viele Fans hat, ist er nicht gänzlich ohne Konkurrenz. Der Gouverneur Floridas und republikanische Hardliner Ron DeSantis könnte für ihn gefährlich werden. Doch Trump hat auch einige Trümpfe in der Hand. So baute er die eigenen Familienmitglieder zu treuen Unterstützer:innen seiner Politik auf. Während der Vater auf Twitter gesperrt ist, twittert sein Sohn Donald Trump Jr. munter weiter über „radikale linke Demokraten“ und wie schlecht Joe Biden sein Amt ausführen würde. Schwiegersohn Jared Kushner fungierte zudem als Chefberaterin im Oval Office.

Bei Frage zu Tochter Ivanka reagiert Donald Trump peinlich berührt

Doch wie sieht es mit seiner Tochter Ivanka aus? Die Frage des NDTV-Journalisten, ob sich Donald Trump die 40-Jährige bei einer möglichen Kandidatur 2024 als „Running Mate“ und Vizepräsidentschaftskandidatin vorstellen könnte, wiegelte der frühere Staatschef zügig ab. „Ivanka? Meine Tochter? Daran habe ich nie gedacht. Ich habe noch nie davon gehört, aber das ist eine interessante Idee“, antwortete er unbeholfen – um dann allerdings mit Nachdruck hinzuzufügen: „Nein, das würde ich nicht tun. Nicht meine Tochter.“

Ivanka Trump hatte ihren Vater im Präsidentschaftswahlkampf 2016 unterstützt, auch bei zahlreichen Wahlkampfauftritten war sie mit dabei. Wie Ehemann Jared Kushner arbeitete sie danach als leitende Beraterin des US-Präsidenten. Damit ist sie das einzige leibliche Kind von Donald Trump, das bereits Erfahrungen im Weißen Haus sammeln konnte. Trumps Söhne Donald Jr. und Eric waren bisher nur im Wahlkampfteam tätig. (tvd)

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