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Ehemaliger US-General erklärt: Krim wird Mitte 2023 wieder der Ukraine gehören

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Von: Ares Abasi

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Ukraine-Krieg
Eine Satellitenaufnahme des Hafens von Sewastopol auf der illegal annektierten Halbinsel Krim. © Maxar Technologies / dpa

Die Krim und alle anderen von Russland besetzten Gebiete sollen bald wieder der Ukraine gehören. Das prognostiziert nun ein ehemaliger US-General.

Washington D.C. – Der pensionierte US-General Ben Hodges hat vorausgesagt, dass das ukrainische Militär die Krim und alle anderen von Russland besetzten Gebiete bis Mitte 2023 befreien wird. Hodges, ehemaliger kommandierender General der United States Army Europe von 2014 bis 2017, sagte dem litauischen Medienunternehmen LRT, er habe „großes Vertrauen“ in die ukrainischen Streitkräfte.

„Ich hoffe, dass die ukrainischen Streitkräfte bis zum Ende dieses Jahres die russischen Streitkräfte auf die Positionen vom 23. Februar zurückdrängen werden“, sagte Hodges gegenüber LRT, „und dass die Ukrainer bis Mitte nächsten Jahres auf der Krim sein werden.“ Im Juli äußerte er sich ähnlich und sagte, dass die Russen aufgrund der Moral des ukrainischen Militärs und der Verbreitung von Waffen, die von verbündeten Staaten zur Verfügung gestellt werden, „im Moment nicht viel tun können“.

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Russland hat inzwischen rund 300.000 Reservisten für den Kampf gegen die Ukraine eingezogen – viele von ihnen sind aus dem Land geflohen oder haben versucht, zu fliehen, um der Mobilisierung zu entgehen. Mehr als 200.000 russische Staatsbürgerinnen und -bürger sollen es inzwischen sein. Allein nach Kasachstan seien rund 100.000 Russinnen und Russen gereist, sagte Marat Kozheyev, stellvertretender kasachischer Innenminister, am Mittwoch (28. September) der Nachrichtenagentur Kazinform.

Zwischen dem 21. und 26. September haben mindestens 53.000 Menschen die Föderation über die georgisch-russische Grenze verlassen, zeigten Daten des georgischen Innenministeriums am Dienstag (27. September). In die EU sind außerdem knapp 66.000 russische Bürgerinnen und Bürger eingereist, meldete die Grenzschutzbehörde Frontex. Im Vergleich zur Vorwoche seien das 30 Prozent mehr.

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Auch die Zustimmungswerte für Wladimir Putin sinken nun erstmals seit Kriegsbeginn, wie das unabhängige russische Meinungsforschungsinstitut Lewada-Center meldete. Der ehemalige US-General Hodges hatte zuvor in einem Interview erklärt, dass der derzeitige Konflikt zu einem möglichen „Auseinanderbrechen“ Russlands führen werde, „wie es heute aussieht“. Er verwies auf ein „korruptes“ und ineffektives russisches Militär, wirtschaftliche Turbulenzen im Energie- und Verteidigungssektor und eine schrumpfende Bevölkerung. (Ares Abasi)

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