Jahresrückblick

2020: Das außenpolitische Jahr in Bildern

7. November: Man darf das jetzt ruhig sagen: Dieses Jahr – das war nix. Oder vielleicht war es doch wenigstens wichtig. Das werden die nächsten Jahre zeigen, wurde doch schon zu Beginn der Corona-Pandemie von der anderen Welt nach der Seuche gesprochen. Zwei, die in den kommenden vier Jahren vielleicht die Grundsteine für eine bessere Welt legen, sind die, die der Menschheit im schrecklichen Jahr 2020 eine der wenigen guten Nachrichten gebracht haben: der nächste US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris – in unserem Bild in der Mitte des Podiums in Wilmington, Delaware, bei der Wahlparty. Vielleicht wird noch alles gut.
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7. November: Man darf das jetzt ruhig sagen: Dieses Jahr – das war nix. Oder vielleicht war es doch wenigstens wichtig. Das werden die nächsten Jahre zeigen, wurde doch schon zu Beginn der Corona-Pandemie von der anderen Welt nach der Seuche gesprochen. Zwei, die in den kommenden vier Jahren vielleicht die Grundsteine für eine bessere Welt legen, sind die, die der Menschheit im schrecklichen Jahr 2020 eine der wenigen guten Nachrichten gebracht haben: der nächste US-Präsident Joe Biden und seine Vize Kamala Harris – in unserem Bild in der Mitte des Podiums in Wilmington, Delaware, bei der Wahlparty. Vielleicht wird noch alles gut.
31. Januar: Die Nacht, in der Großbritannien seine „Unabhängigkeit“ von den europäischen Sklavenhaltern 
wiedererlangt. Zumindest posaunen das die Brexiteers und Brexitas (im Bild drei aus dem Woolston Social Club in Warrington) in die Welt hinaus. Auch seit dieser Nacht sieht Europa mit immer noch wachsendem Unglauben zu, wie sich das Vereinigte Königreich zur Bananenrepublik herunterwirtschaftet.
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31. Januar: Die Nacht, in der Großbritannien seine „Unabhängigkeit“ von den europäischen Sklavenhaltern wiedererlangt. Zumindest posaunen das die Brexiteers und Brexitas (im Bild drei aus dem Woolston Social Club in Warrington) in die Welt hinaus. Auch seit dieser Nacht sieht Europa mit immer noch wachsendem Unglauben zu, wie sich das Vereinigte Königreich zur Bananenrepublik herunterwirtschaftet.
6. Februar: Und wieder mal glücklich davongekommen – Donald Trump feiert im Beisein von Familie, Kumpanen und zahlreichen Vertrauten seinen tags zuvor vom getreuen US-Senat ausgestellten Persilschein. Seit dem 
18. Dezember 2019 lief ein Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten wegen Machtmissbrauchs. Und ohne jetzt allzu polemisch klingen zu wollen: Weswegen auch sonst?
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6. Februar: Und wieder mal glücklich davongekommen – Donald Trump feiert im Beisein von Familie, Kumpanen und zahlreichen Vertrauten seinen tags zuvor vom getreuen US-Senat ausgestellten Persilschein. Seit dem 18. Dezember 2019 lief ein Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten wegen Machtmissbrauchs. Und ohne jetzt allzu polemisch klingen zu wollen: Weswegen auch sonst?
4. August: Eine Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat, über Jahre unsachgemäß gelagert, zerstört Teile des Beiruter Hafens und umliegender Stadtviertel. Mehr als 200 Menschen sterben, 6500 werden verletzt und rund 300 000 sind fortan ohne Obdach. Die Explosion mit der Sprengkraft eines Fünfzehntels der Hiroshimabombe platzt mitten hinein in Proteste gegen Schlendrian und Korruption in der Politik des Libanon.
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4. August: Eine Explosion von 2750 Tonnen Ammoniumnitrat, über Jahre unsachgemäß gelagert, zerstört Teile des Beiruter Hafens und umliegender Stadtviertel. Mehr als 200 Menschen sterben, 6500 werden verletzt und rund 300 000 sind fortan ohne Obdach. Die Explosion mit der Sprengkraft eines Fünfzehntels der Hiroshimabombe platzt mitten hinein in Proteste gegen Schlendrian und Korruption in der Politik des Libanon.
1. Juli: Auf den Tag 23 Jahre nach der Übernahme Hongkongs durch die Volksrepublik China greift die Marionettenregierung des Stadtstaates mittels eines von Peking verfügten „Nationalen Sicherheitsgesetzes“ gegen jede demokratische Regung in der „Sonderwirtschaftszone“ durch. Weil die Menschen noch nicht reif für Demokratie seien, tönt die Führung in Peking. Das 21. Jahrhundert soll allen Ernstes das Chinas sein?
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1. Juli: Auf den Tag 23 Jahre nach der Übernahme Hongkongs durch die Volksrepublik China greift die Marionettenregierung des Stadtstaates mittels eines von Peking verfügten „Nationalen Sicherheitsgesetzes“ gegen jede demokratische Regung in der „Sonderwirtschaftszone“ durch. Weil die Menschen noch nicht reif für Demokratie seien, tönt die Führung in Peking. Das 21. Jahrhundert soll allen Ernstes das Chinas sein?
29. Mai: Vier Tage zuvor, am 25. Mai, erstickt der Afroamerikaner George Floyd unter dem Knie eines weißen Polizisten. Die USA explodieren: Überall gehen Menschen auf die Straßen, fordern die Demilitarisierung und 
Zivilisierung der militärisch extrem ausgerüsteten Polizeien. Und Präsident Trump redet derweil einem quasi-faschistischen Putsch das Wort. So etwas haben die USA seit 1968 nicht mehr erlebt.
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29. Mai: Vier Tage zuvor, am 25. Mai, erstickt der Afroamerikaner George Floyd unter dem Knie eines weißen Polizisten. Die USA explodieren: Überall gehen Menschen auf die Straßen, fordern die Demilitarisierung und Zivilisierung der militärisch extrem ausgerüsteten Polizeien. Und Präsident Trump redet derweil einem quasi-faschistischen Putsch das Wort. So etwas haben die USA seit 1968 nicht mehr erlebt.
13. März: Eine Krankenschwester versucht, eine verzweifelte Kollegin im Hospital von Cremona zu trösten. 
Italien steckt im harten Lockdown, die Covid-Todesfälle nehmen dramatisch zu, das zu Heldinnen und Helden 
erhobene medizinische Personal arbeitet jenseits aller erträglichen Grenzen. Und Mitte März steht die Welt 
erst am Anfang eines grausamen Jahres, das in den vergangenen 75 seinesgleichen sucht.
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13. März: Eine Krankenschwester versucht, eine verzweifelte Kollegin im Hospital von Cremona zu trösten. Italien steckt im harten Lockdown, die Covid-Todesfälle nehmen dramatisch zu, das zu Heldinnen und Helden erhobene medizinische Personal arbeitet jenseits aller erträglichen Grenzen. Und Mitte März steht die Welt erst am Anfang eines grausamen Jahres, das in den vergangenen 75 seinesgleichen sucht.
21. Oktober: Fünf Tage zuvor, am 16. Oktober, hat ein junger Mann den Lehrer Samuel Paty auf offener Straße enthauptet. Paty hatte in einer Klasse anhand der Mohammed-Cartoons aus „Charlie Hebdo“ über die Meinungsfreiheit diskutiert. Der Horror dieses Mordes treibt Französinnen und Franzosen mitten in der Pandemie hinaus und zusammen, um ein stummes, machtvolles Signal gegen die Intoleranz zu setzen.
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21. Oktober: Fünf Tage zuvor, am 16. Oktober, hat ein junger Mann den Lehrer Samuel Paty auf offener Straße enthauptet. Paty hatte in einer Klasse anhand der Mohammed-Cartoons aus „Charlie Hebdo“ über die Meinungsfreiheit diskutiert. Der Horror dieses Mordes treibt Französinnen und Franzosen mitten in der Pandemie hinaus und zusammen, um ein stummes, machtvolles Signal gegen die Intoleranz zu setzen.
  • Peter Rutkowski
    vonPeter Rutkowski
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Gab es irgendwas außer Corona? Doch, allerhand. Und nichts davon sollte vergessen werden.

Rubriklistenbild: © TASOS KATOPODIS/afp

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