Am 26. September ist Weltverhütungstag!
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Am 26. September ist Weltverhütungstag!

Verhütung

Zwischen Scham und Schikane

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  • Brüggemann
  • Mareike Graepel
  • Christine Memminger

Trotz aller Bemühungen um Gleichberechtigung gilt Verhütung häufig noch als Frauensache. Ein Blick in den Libanon sowie nach Argentinien, Spanien und Irland zeigt: Sexualität und Familienplanung sind nicht nur eine Frage der Tradition, sondern hängen selbst in Europa von der jeweiligen Regierung ab.

Im Libanon ist die Anti-Babypille ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Einige Apotheken in der Hauptstadt Beirut haben sogar den hormonellen Verhütungsring und die „Pille danach“ im Sortiment. Das klingt progressiv, aber wenn eine unverheiratete Frau nach der Pille oder Kondomen fragt, reagieren die Menschen hinter der Theke oft mit prüfenden Blicken. In konservativen Gegenden wird die Frau gefragt, ob sie verheiratet ist.

Um in der Nachbarschaft nicht erkannt oder verurteilt zu werden, schicken heterosexuelle Frauen daher oft ihre Partner zum Kauf des Verhütungsmittels, weshalb das Paar dann mit Kondomen verhütet – auch wenn die Frau vielleicht lieber ein anderes oder zusätzliches Verhütungsmittel gewählt hätte. Sexualität ist noch immer ein Tabu im Libanon und wird nicht offen diskutiert: Wenn nicht über Sexualität gesprochen wird, wird sie auch nicht gelebt. Schon gar nicht vor der Ehe. Das hat zur Folge, dass Fragen unverheirateter, sexuell aktiver Menschen unbeantwortet bleiben.

Frauen, die sich via Telefon an das feministische „A Project“ wenden, das über Sex und Sexualität informiert, möchten meist über ungewollte Schwangerschaft reden. Wenn es um Verhütung geht, fragen sie nach der richtigen Verwendung, dem Einfluss auf die Fruchtbarkeit und möglichen Nebeneffekten. Die Diskussion um gefährliche Nebenwirkungen hormoneller Verhütung wie beispielsweise Thrombosen ist im Libanon noch nicht angekommen.

Auch gibt es keinen Aufklärungsunterricht an libanesischen Schulen – und wenn, dann geht es um Abstinenz. Ein Freund, der auf eine von Ordensschwestern geführte Schule in einer libanesischen Kleinstadt ging, erzählte mir von dem Sexualkundeunterricht: Ein Priester habe der Klasse erklärt, Sex sei die heilige Verbindung Gottes, die nach der Hochzeit eingegangen werde. So wird das Sexualverhalten Unverheirateter dämonisiert – und die Ehe zum einzig legitimen Grund für Sex. Auch beim Gang zum Arzt wird daher routinemäßig gefragt, ob die Patientin verheiratet ist.

Abtreibungen sind nach libanesischem Recht illegal und nur möglich, wenn das Leben der Mutter damit gerettet wird und drei Mediziner:innen ihr Einverständnis geben. Laut einer Studie der pharmazeutischen Fakultät der Libanesisch-Amerikanischen Universität im Libanon aus dem Jahr 2019 nutzen 55,6 Prozent der Frauen im Libanon Verhütungsmethoden. 11,4 Prozent haben den Bedarf an Verhütungsmitteln, können sich diese aber nicht leisten.

Die Zahl der Frauen, die verhüten möchten, es sich aber nicht leisten können, dürfte inzwischen gestiegen sein. Denn durch die Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon sind Kondome zum Luxusgut geworden – im Supermarkt sind Kondomschachteln verpackt wie Parfüm oder Uhren. Die Auswahl ist begrenzt auf eine bekannte Marke, was auch daran liegt, dass es im Libanon keinen Kondomhersteller gibt. Kondome müssen importiert und in US-Dollar bezahlt werden. Weil die lokale Währung gegenüber dem Dollar aber rasant an Wert verliert und Dollar nur noch auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, steigt der Preis: Eine Packung mit zwölf Kondomen kostet knapp 70 000 Lira – nach offiziellem Umrechnungskurs sind das 44 Euro. Julia Neumann

Argentinien

In Argentinien ist der Zugang zu Verhütungsmitteln gesetzlich geregelt: Ab dem 13. Lebensjahr haben Frauen das Recht, auf Verhütungsmethoden zuzugreifen. Kondome sind landesweit in Apotheken, Supermärkten oder an Kiosks erhältlich. Die Pille bekommen Frauen in Apotheken auch ohne ärztliches Rezept. Während vor allem Letztere bislang verhältnismäßig günstig war, ließ die Wirtschaftskrise auch die Preise für Verhütungsmittel in die Höhe schnellen: Allein im vergangenen Jahr waren inflationsbedingte Preissteigerungen von rund 20 Prozent keine Seltenheit.

Laut eines Berichts des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) aus dem Jahr 2019 nutzen 66 Prozent der argentinischen Frauen zwischen 15 und 48 Jahren moderne Verhütungsmittel. Das schließt die Pille, Spiralen oder die Drei-Monats-Spritze ein. Dennoch steigt die Zahl der Teenagerschwangerschaften. „Viele Jugendliche unterschätzen das Risiko, ungewollt schwanger zu werden oder sich eine Geschlechtskrankheit einzufangen, und verhüten nicht. Daher sind in den letzten Jahren besonders bei jungen Menschen Fälle von Syphilis stark angestiegen“, sagt Vilma Rosciszewski, die seit mehr als 25 Jahren als Gynäkologin in der Hauptstadt Buenos Aires tätig ist.

Lateinamerika und die Karibik sind nach Subsahara-Afrika die Regionen mit der weltweilt höchsten Schwangerschaftsrate bei Jugendlichen. In Argentinien sind 15 Prozent der Mütter von Neugeborenen unter 20 Jahre alt. Während es in der Hauptstadt Buenos Aires nur sechs Prozent sind, liegt der Prozentsatz in den nordöstlich gelegenen Provinzen Misiones, Chaco und Formosa bei fast 25 Prozent. Häufig treten diese Schwangerschaften bei jungen Frauen mit niedrigerem Bildungsniveau auf. Dies hat auch langfristige Folgen für die Mädchen, denn laut des argentinischen Bildungsministeriums nimmt lediglich ein minimaler Prozentsatz derer, die die Schule wegen einer Schwangerschaft abgebrochen haben, den Unterricht später wieder auf.

„Es gibt landesweit große Ungleichheiten, was den Zugang zur Gesundheitsversorgung angeht. Vor allem Armut, das Fehlen von Gesundheitszentren in ländlichen Gebieten und ein Personalmangel sind hier große Probleme“, sagt Mar Lucas, Direktorin für strategische Innovation der „Fundación Huésped“, einer gemeinnützigen Gesundheitsorganisation. Mar Lucas ist der Meinung, dass die mangelhafte Umsetzung des Gesetzes zur sexuellen Aufklärung in allen Schulen des Landes ein weiteres Hauptproblem für ungewollte Teenagerschwangerschaften und die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten ist. Dieses Programm soll die Jugendlichen auf verschiedenen Bildungsebenen altersgerecht über biologische, soziale, kulturelle und rechtliche Aspekte rund ums Thema Sexualität informieren. Doch die Debatte um die Legalisierung von Abtreibungen trug dazu bei, dass sich die Umsetzung der Sexualaufklärung an den Schulen verzögert.

Schwangerschaftsabbrüche sind in Argentinien generell verboten. Der Kongress hatte zwar 2018 erstmals über eine Lockerung des Abtreibungsverbots abgestimmt, die jedoch vom Senat abgelehnt wurde. Aktuell können Schwangerschaftsabbrüche nur vorgenommen werden, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder sie vergewaltigt wurde. Lassen Frauen unter anderen Voraussetzungen abtreiben, drohen ihnen bis zu vier Jahren Haft.

Ungeachtet dessen liegt die Zahl illegaler Abreibungen bei schätzungsweise rund 400 000 pro Jahr. Heimliche Eingriffe sind für die Frauen oft mit großen Risiken verbunden und enden mitunter tödlich. Der seit Ende 2019 amtierende Präsident Alberto Fernández strebt eine Legalisierung von Abtreibungen an, was eine bessere Versorgung in öffentlichen Gesundheitszentren einschließen soll. Tamara Vogel

Weltverhütungstag

Der Weltverhütungstag am 26. September wurde von mehreren nichtstaatlichen Organisationen initiiert, um „das Bewusstsein für Fragen der Sexualaufklärung und Empfängnisverhütung zu stärken“. So schreibt es die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), die Teil dieser internationalen Initiative ist. auf ihrer Webseite. Die DSW verweist zudem auf eine Erhebung des Guttmacher Instituts, derzufolge „in Entwicklungsländern jede vierte Frau zwischen 15 und 49 Jahren (218 Millionen), die eine Schwangerschaft vermeiden möchte, keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln hat“. Die Zahl ungewollter Schwangerschaften könnte über eine gezielte Verbreitung von Verhütungsmitteln laut DSW „von 111 Millionen auf 35 Millionen pro Jahr sinken“. Als die erste Verhütungspille im August 1960 auf den US-Markt kam - ein Jahr vor der Einführung auf den deutschen Markt -, galt sie als ein Befreiungsschlag der Frau: Sie war das erste Verhütungsmittel, das als Tablette eingenommen werden konnte. Rund 60 Jahre später hat die Pille offenbar an Beliebtheit eingebüßt: Laut einer Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von 2018 verhüteten 47 Prozent der Befragten zwar mit der Anti-Baby-Pille, ihr Anteil nahm im Vergleich zu 2011 aber um sechs Prozentpunkte ab. Die rückläufige Pillennutzung zeigt sich am deutlichsten bei den 18- bis 29-Jährigen: Dort betrug der Rückgang sogar 16 Prozentpunkte. boh/epd

„Es ist meine Entscheidung. Meine Zukunft. Mein Tag danach.“ In einem Werbespot der Marke „Ellaone“ gehen junge Frauen ganz selbstverständlich in die Apotheke und kaufen sich die „Pille danach“. Seit 2009 gibt es die bereits rezeptfrei in Spanien, doch genau jetzt trifft die Kampagne einen Nerv in der Bevölkerung. Selbstbestimmt, modern und divers werden die Frauen in der Werbung dargestellt.

Das Marketing wirkt: Immer mehr Frauen greifen zu diesem Verhütungsmittel. 30 Prozent der Spanierinnen zwischen 15 und 49 Jahren haben bereits mindestens einmal die „Pille danach“ genommen, ergab eine repräsentative Umfrage der spanischen Verhütungsgemeinschaft SEC – Tendenz steigend. Die Skrupel vor dieser einmaligen Hormondosis sind offenbar gering.

Ganz im Gegensatz zur regelmäßigen Einnahme von Hormonen: Nur 17 Prozent der Spanierinnen verhüten mit der Antibabypille, obwohl diese ebenfalls rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Als Grund dafür geben die Frauen in der Umfrage vor allem an, dass sie die Nebenwirkungen fürchten. Mehr als die Hälfte von ihnen geht von dauerhaften Kreislauf- und Gewichtsproblemen sowie Stimmungsschwankungen aus. Jugendliche stufen die Methode außerdem als „unfair“ ein, da sie nur in den weiblichen Körper eingreift.

Auch Geld spielt eine Rolle, denn die Krankenkasse übernimmt die Kosten der Pille normalerweise nicht. Mit sechs bis zehn Euro pro Zyklus ist sie zwar durchaus erschwinglich für spanische Einkommen – die „Pille danach“ gibt es jedoch auch schon ab 15 Euro. Andere langfristige Verhütungsmittel wie Spirale oder Vaginalring werden nur schleppend bekannter und beliebter. Aktuell verhüten die Spanier:innen am häufigsten – mehr als 30 Prozent – mit dem Kondom. Sie kaufen diese ganz entspannt im Supermarkt oder in der Apotheke. Mit der starken feministischen Bewegung wandelt sich langsam auch das bisher vorherrschende Verständnis, Frauen seien für die Verhütung zuständig. Nicht nur, dass Männer ebenfalls Kondome kaufen und sie anwenden oder sich an den Kosten anderer Verhütungsmittel beteiligen. Mit großer Hoffnung wird auch die „Pille für den Mann“ erwartet, die verschiedenen Medienberichten zufolge noch 2020 auf den spanischen Markt kommen soll.

Auf welchem Weg auch immer – die Spanier:innen verhüten erfolgreich. Seit Jahren liegt die Geburtenrate mit 1,3 Kindern im europäischen Vergleich ganz hinten und mit einem Durchschnittsalter von 31 Jahren bekommen Frauen verhältnismäßig spät ihr erstes Kind. Das war nicht immer so. Noch bis vor 40 Jahren waren Verhütungsmittel entweder verboten oder verschrien. Inzwischen ist das Land diesbezüglich eines der liberalsten in Europa.

27 Prozent der Befragten in der SEC-Umfrage geben übrigens an, auch ohne Kinderwunsch überhaupt nicht zu verhüten. Was zunächst widersprüchlich erscheint, erklären die Autor:innen so: Erstens sei nicht ausgeschlossen, dass diese Frauen im Fall der Fälle doch mit der „Pille danach“ verhüten würden. Und zweitens hätten die Befragten insgesamt wenige sexuelle Beziehungen. Verschiedene Boulevardmedien berichten ebenfalls über diesen Trend: Angeblich haben Spanier:innen immer weniger Sex: inzwischen durchschnittlich „nur“ noch einmal pro Woche. Christine Memminger

Irland

Eine Irin hat heute im Durchschnitt 1,82 Kinder – im Jahr 1965 waren es 4,03. Das liegt auch an Pille, Mini-Pille, Pflaster, Vaginalring, Diaphragma oder der „Pille danach“. Diese Verhütungsmittel sind für alle erhältlich, aber teuer. 200 Euro für ein Präparat wie die Drei-Monats-Spritze, Spirale oder Hormonimplantate sind keine Seltenheit. Zuständig für Verhütung und ihre Bezahlung ist in Irland meistens die Frau. Was auch daran liegen könnte, dass einer von zehn irischen Männern glaubt, bei einer Vasektomie würden seine Hoden entfernt.

In weniger als der Hälfte der Partnerschaften teilen sich beide die Verantwortung in Sachen Verhütung. Diese Umfrage-Ergebnisse des Meinungsforschungsunternehmens „Behaviour & Attitudes“ erläutern leider nicht, wie das „Teilen der Verantwortung“ zu verstehen ist: finanziell, physisch-medizinisch oder emotional?

Als die erste Verhütungspille im August 1960 auf den US-Markt kam - ein Jahr vor der Einführung auf den deutschen Markt -, galt sie als ein Befreiungsschlag der Frau.

Verhütung war in Irland bis 1979 komplett, bis 1985 teilweise verboten. Kondome dürfen in Irland erst seit 1993 auch außerhalb von Apotheken, Arztpraxen, Gesundheitsbehörden und lizenzierten Familienplanungskliniken in Drogerien und Pubs, an Automaten oder Tankstellen verkauft werden. Geschlechtskrankheiten rückten erst viel später ins irische Bewusstsein – unter anderem wegen der Annahme, dass Menschen ja nur eine Sexpartnerin oder einen -partner im Leben haben sollten.

Dass Verhütung suspekt oder gar überflüssig sein soll(te), liegt in der katholischen Geschichte des Landes begründet. Die Kirche ist bis heute in 90 Prozent der Schulen für die Bildung zuständig – Sexualkunde wird entsprechend selten unterrichtet, und Geschlechtsverkehr bleibt so in den Köpfen der Erwachsenen etwas Verbotenes, wenn er „nur“ Spaß macht.

Dabei wird das Thema seit 50 Jahren öffentlich diskutiert. Im Mai 1969 sagte die damals 44-jährige Marie Monaghan dem „Woman’s Way“-Magazine: „Ich will auf keinen Fall noch mehr Kinder, ich habe genug davon.“ Sie habe schon sechs Kinder und „werde keinerlei Skrupel haben, die Pille zu nehmen. Die Leute können über das, was der Papst in der Enzyklika gesagt hat, so viel predigen, wie sie wollen, aber wie soll ich mich um eine große Familie kümmern, wenn mein Mann arbeitslos ist und die Rechnungen immer höher werden?“ Monaghan bekam die Pille von ihrem Arzt verschrieben, nachdem sie ihm von „Zyklusproblemen“ erzählt hatte.

Heute braucht es keine Ausreden mehr, früher war das anders. „Sex war ausschließlich zur Fortpflanzung gedacht, das haben uns die Pfarrer und Schwestern immer wieder erzählt“, sagt Emily Powers, Sexualwissenschaftlerin in Kildare bei Dublin. „Wir müssen in Irland dringend mehr aufklären. Sex soll Genuss sein dürfen.“ Noch aber gilt: Frauen, die Spaß am Sex ohne Folgen haben möchten, müssen sich selbst aktiv schützen. Leider tun das nicht viele.

Rund 60 Jahre später hat die Pille offenbar an Beliebtheit eingebüßt.

Irland rangiert derzeit unter den 28 EU-Mitgliedsstaaten an viertletzter Stelle beim Gebrauch von Verhütungsmitteln. Auf der Insel am Rande von Europa scheint Verhütung bis heute unwichtig oder peinlich zu sein: Ein Drittel der 18- bis 45-jährigen Frauen verhütet gar nicht. Laut der Chefin von „Behaviour & Attitudes“, Olive Braiden, führe „die Angst, als sexuell freizügig abgestempelt zu werden, dazu, dass irische Frauen eher ungeplante Schwangerschaften riskieren, als sich zu schützen“.

Von denjenigen, die verhüten, gab mehr als ein Viertel der Frauen an, Kondome zu benutzen, ebenso viele verwenden hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille. Ein Drittel der irischen Frauen setzt einer 2016 durchgeführten Umfrage allerdings auf Coitus interruptus, um eine Schwangerschaft zu vermeiden, am ehesten die 18- bis 34-Jährigen (mit 34 Prozent), am seltensten die über 55-Jährigen (mit 25 Prozent). Bemerkenswert ist, dass jede sechste Frau bereits mindestens einmal die rezeptfreie „Pille danach“ eingenommen hat. Dennoch gab einige Frauen an, dass dessen Einnahme sie nicht dazu veranlasst habe, ihren Verhütungsbedarf zu überprüfen.

Lichtblick und Motivation zugleich: Ab 2021 sollen alle Verhütungsmittel auf der Grünen Insel für Frauen kostenlos sein. Ob das einen Einfluss auf den irischen Umgang mit Geschlechtskrankheiten, den Sexualkundeunterricht in den kirchlichen Schulen und die Anzahl der ungeplanten Schwangerschaften haben wird, bleibt abzuwarten. Wichtig sei aber, so Mary Short, Direktorin am Irish College der Hausärzte, zuständig für reproduktive und sexuelle Gesundheit, dass das auch für Langzeit-Präparate gilt.

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