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Russisch-orthodoxe Gläubige baden vor dem Kloster in Wolokolamsk im eisigen Wasser.

Russland

Zwei Millionen baden im Eis

Mehr als zwei Millionen Menschen beteiligen sich in Russland am rituellen Eisbad, das an die Taufe Jesus Christus' erinnern soll.

Mit traditionellen Eisbädern haben sich in Russland mehr als zwei Millionen russisch-orthodoxe Gläubige symbolisch von ihren Sünden befreit.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt beteiligten sich in der Nacht auf Samstag allein in Moskau mehr als 270.000 Menschen an der Zeremonie, wie die Agentur Ria Nowosti meldete. Landesweit wurden 2,4 Millionen Menschen gezählt. Mit dem Bad im eiskalten Wasser erinnern die Menschen an die Taufe Jesu zum orthodoxen Dreikönigstag. Dazu werden in die Eisdecken von Flüssen oder Teichen Löcher geschlagen, dann tauchen die Gläubigen ein. Das von Geistlichen gesegnete Wasser soll die Menschen läutern.

In der Hauptstadt standen rund 60 derartige Badestellen zur Verfügung. Der Brauch werde immer beliebter, sagte ein Stadtvertreter. Viele nutzen die Gelegenheit als Mutprobe oder Freizeitspaß. Weil es auch zu Notfällen mit teils tödlichem Ausgang kommt, waren im ganzen Land mehr als 40.000 Einsatzkräfte vor Ort. In diesem Jahr gab es nach offiziellen Angaben keine Zwischenfälle. (dpa)

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