Psychatrie

Zwangsfixierung ist Alltag

Umfrage: Regelmäßig Übergriffe in Psychiatrien.

In psychiatrischen Einrichtungen kommt es einer Umfrage zufolge regelmäßig zu Übergriffen auf Beschäftigte und zur Zwangsfixierung von Patienten. Fast die Hälfte der Beschäftigten erlebte in den vier Wochen vor der Befragung körperliche Übergriffe gegen sich selbst, wie die Umfrage der Gewerkschaft Verdi zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. 

Befragt wurden mehr als 2300 Psychiatrie-Beschäftigte aus 168 Krankenhäusern. Drei von vier Mitarbeitern haben binnen vier Wochen zudem mindestens eine Zwangsmaßnahme miterlebt, die Hälfte sogar mindestens einmal die Woche. Jeder Fünfte erlebt das praktisch in jedem Dienst. Patienten können mit Gurten festgehalten werden, so dass sie sich selbst oder andere nicht gefährden. 

Viele Beschäftigte machen zu wenig Personal hauptverantwortlich dafür, dass dies oft angewendet wird. Mangelndes Personal Hintergrund ist eine bevorstehende Entscheidung über die Personalausstattung in der Psychiatrie. Am 19. September will der Gemeinsame Bundesausschuss über Vorgaben für die Personalausstattung entscheiden. Das ist das höchste Entscheidungsgremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Krankenkassen, Krankenhäuser und Ärzte machen hier entsprechende Vorgaben. (dpa)

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