Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schweres Unglück in Tschechien

Expresszug aus München kollidiert mit Regionalbahn nahe Bayerns Grenze - Weiterer Toter gemeldet

  • Martina Lippl
    VonMartina Lippl
    schließen

Zugunglück in Tschechien: Zwei Personenzüge sind in Tschechien am Mittwochmorgen kollidiert. Drei Menschen starben. Es gibt Dutzende Verletzte. Der Ticker.

  • Bei einem schweren Zugunglück in Tschechien am Mittwochmorgen (4. August) um 8 Uhr sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.
  • Ein Expresszug ALEX351 aus München ist frontal mit einem Pendlerzug in Tschechien kollidiert.
  • Dieser News-Ticker zum Zugunglück in Tschechien wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 4. August, 15.57 Uhr: Der Expresszug aus München ist mit einem Pendlerzug in Tschechien frontal kollidiert. Auf den Fotos lässt sich die Wucht des Aufpralls erahnen. Die Führerstände der Lokomotive und des Triebwagens wurden völlig zerstört und tief eingedrückt, ganze Waggons waren verzogen. „Plötzlich gab es einen furchtbaren Schlag und alles ist durch die Gegend geflogen“, sagte ein Augenzeuge der Zeitung „Pravo“. „Einfach schrecklich“, meinte ein anderer.

Update vom 4. August, 15.42 Uhr: Der Geschäftsführer der Länderbahn hat betroffen auf das Zugunglück reagiert. „Es sind schreckliche Bilder, die uns aus Tschechien erreichen. Wir sind in Gedanken bei den Opfern dieses schlimmen Zugunglücks“, sagte Wolfgang Pollety am Mittwoch laut einer Mitteilung.

Update vom 4. August, 13.28 Uhr: Am Mittwoch gegen acht Uhr morgens ist ein „alex“-Zug aus München auf dem Weg nach Tschechien mit einem Regionalzug frontal zusammengestoßen. Drei Menschen starben. 38 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, davon befinden sich fünf in einem kritischen Zustand, wie die Agentur CTK berichtet.

Das Zugunglück ereignete sich auf einem eingleisigen Abschnitt. Der Expresszug aus München habe ein Haltesignal überfahren, twitterte der tschechische Verkehrsminister Karel Havlíček (siehe auch Erstmeldung). Ob ein Fahrfehler oder ein technischer Fehler dafür verantwortlich war, ist CTK zufolge zunächst noch unklar.

Zug aus München in Tschechien verunglückt - im „alex“ saßen 20 Fahrgäste

Update vom 4. August, 12.56 Uhr: In dem in Tschechien verunglückten deutschen „alex“-Zug des privaten Anbieters Länderbahn saßen nach Angaben eines Unternehmenssprechers rund 20 Fahrgäste. Der Zug sei laut Plan um 4.44 Uhr am Hauptbahnhof in München gestartet und habe gegen 7.40 Uhr Halt in Furth im Wald (Landkreis Cham) unweit der Grenze gemacht. Dort habe Personal der tschechischen Bahn Ceské Drahy (CD) den Zug übernommen. Eisenbahnrechtlich habe der Zug in der Verantwortung der CD gestanden, betonte der Länderbahn-Sprecher. 

Drei Tote bei Zugunglück in Tschechien - zwei tschechische Lokführer unter den Toten

Update vom 4. August, 12.30 Uhr: Die Zahl der Todesopfer ist gestiegen. Drei Menschen sind bei dem Zugunglück in Tschechien gestorben. Das bestätigt der tschechische Rettungsdienst via Twitter. Wie die Agentur CTK berichtet, handelt es sich dabei um zwei tschechische Lokführer, einer davon habe den deutschen Expresszug gefahren. Bei dem weiteren Opfer handelt es sich um eine Frau, die in dem Regionalzug unterwegs gewesen sein soll.

Zehn Menschen seien mit schweren bis lebensgefährlichen Verletzungen in tschechische Krankenhäuser gebracht worden, sagte eine Sprecherin des Rettungsdienstes. Mehr als 30 Personen erlitten leichtere Verletzungen.

Nach Zugunglück in Tschechien: Krankenhaus Cham in Bereitschaft

Update vom 4. August, 12.33 Uhr: Das Krankenhaus Cham (Bayern) ist für die Aufnahme möglicher Patienten in Bereitschaft versetzt worden. Das teilte die Stadt Regensburg unter Berufung auf die Integrierte Leitstelle mit. Auch der Rettungshubschrauber Christoph Regensburg war neben mehreren Rettungsgruppen aus Bayern am Unglücksort im Einsatz. 

Update vom 4. August, 11.33 Uhr: Bei dem schweren Zugunglück in Tschechien sind mindestens zwei Menschen gestorben. Unter den 38 Verletzen sind auch Deutsche.

„Drei deutschsprachige Personen werden von Besatzungen aus Deutschland betreut und dann in deutsche Krankenhäuser transportiert“, sagte eine Sprecherin des regionalen Rettungsdienstes Mária Svobodová, wie die Nachrichtenagentur CTK berichtet.

Expresszug aus München kollidiert mit anderer Bahn nahe Bayerns Grenze - Mindestens zwei Tote

Erstmeldung vom 4. August 2021

Domazlice - In Tschechien sind am Mittwochmorgen zwei Personenzüge zusammengestoßen. Mindestens zwei Menschen sind bei dem Zugunfall ums Leben gekommen, twittert die tschechische Polizei. 38 Menschen seien verletzt worden, sieben von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand, berichtete die Agentur CTK am Mittwoch unter Berufung auf die Rettungskräfte. 

Bei dem schweren Zugunglück in Tschechien ist ein Zug des privaten deutschen Anbieters Länderbahn (alex) involviert. Der alex-Zug war auf der Strecke München-Prag unterwegs, wie das Unternehmen am Mittwochmorgen mitteilt. Vor Ort seien zahlreiche Rettungsdienste und die Notfallmanager der České Drahy (CD) aktiv. Der Verkehr des alex wird auf tschechischer Seite in Verantwortung der CD betrieben. Weitere Infos zu dem Unglück teilte das Unternehmen zunächst nicht mit. Allerdings richtete die Länderbahn eine spezielle Hotline unter 0341-9135 4040 ein.

Zugunglück in Tschechien: Mindestens zwei Tote

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei bei Domazlice (Taus) im Südwesten des Landes nahe der Grenze zu Bayern. Kurz vor acht Uhr kollidierten die zwei Züge auf den Gleisen im Dorf Milavče in der Region Domažlice.

„Die Lage ist ernst, ich bin auf dem Weg zum Unglücksort“

Einer der Züge kam aus München und war über Ceske Kubice auf dem Weg nach Prag. Bei dem anderen Zug handelt es sich um einen Personenzug, der zwischen Pilsen (Plzen) und Domazlice verkehrt. Dutzende Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz. Drei Rettungshubschrauber und weitere Krankenwagen wurden angefordert.

Zugunglück in Tschechien: Expresszug aus München kollidiert mit Personenzug

„Die Lage ist ernst, ich bin auf dem Weg zum Unglücksort“, twittert der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek. Der Expresszug München-Prag habe nach ersten Erkenntnissen bei Domazlice (Taus) nahe der deutschen Grenze ein Haltesignal überfahren. Er sei dann mit dem Nahverkehrszug, einem sogenannten RegioShark, kollidiert. Letzterer verkehrt auf der Strecke Pilsen (Plzen)-Domazlice. Offenbar sind die Züge frontal zusammengekracht, wie auf Fotos in den sozialen Medien zu sehen ist.

Nach Zugunglück: Stecke München-Pilsen-Prag gesperrt

Der Betrieb der Zugstrecke ist vorübergehend unterbrochen, teilt die Agentur CTK mit. Es gibt alternative Busverbindungen zwischen den Bahnhöfen Domažlice und Staňkov. Laut der Reiseauskunft der Deutschen Bahn fällt die Zugverbindung zwischen München Hauptbahnhof Abfahrt 11. 15 Uhr und Prag aus. Um 12.43 Uhr verkehrt demnach der nächste ALX 359 bis Furth im Walde und danach als EX RE 25 nach Prag.

Zugunglueck-02dpa_5FA60800545111C8.jpg

Auf tschechischen Eisenbahnstrecken kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Sicherheitstechnik gilt vielerorts als veraltet. Erst vor einem Jahr waren im Erzgebirge nahe der deutschen Grenze zwei Züge frontal zusammengestoßen. Dabei waren zwei Menschen gestorben, darunter ein Deutscher.(ml/dpa)

Rubriklistenbild: © Chaloupka Miroslav

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare