Ein Zollbeamter steht vor dem Hauptzollamt Frankfurt-Niederrad (Hessen) neben einem Polizeiwagen in grün-weißer-Lackierung, auf dem die Aufschrift „Zoll“ prangt.
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Ein Zollbeamter steht am 28.02.2013 vor dem Hauptzollamt Frankfurt-Niederrad (Hessen) neben einem Dienstwagen.

Spektakulärer Coup in Emmerich

Loch in Keller von Zollamt gebohrt: 6,5 Millionen Euro Beute 

Drei Unbekannte dringen über einen selbst gebohrten Tunnel in das Zollamt Emmerich ein und erbeuten 6,5 Millionen Euro. Die Polizei schreibt eine riesige Belohnung für Zeugenhinweise aus.

Emmerich/Krefeld - Nach einem spektakulären Einbruchscoup mit 6,5 Millionen Euro Beute* im nordrhein-westfälischen Emmerich haben die Behörden 100 000 Euro Belohnung für die Ergreifung der Täter ausgeschrieben. Drei unbekannte Männer sollen am Allerheiligentag (1.11.) eine Kellertür des Emmericher Zollamtes aufgehebelt und im Keller mit einem Kernbohrer die Wand des danebenliegenden Tresorraums durchbohrt haben. Dort hätten sie rund 6,5 Millionen Euro - verstaut in mehreren „Safe-Bags“ - gestohlen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Einbruch in Zollamt: Fotos von mutmaßlichem Täter veröffentlicht

Die Behörden veröffentlichten von einem Zeugen aufgenommene Fotos eines Mannes, der vor dem Tatort auffällig auf- und abgegangen war. Der Einbruch sei professionell geplant und durchgeführt worden, teilten die Fahnder einer beim Polizeipräsidium Krefeld geführten „Ermittlungskommission Kern“ mit.

Tat beobachtet: Zeugen berichten von vier Einbrechern in Emmerich

Zeugen hatten am 1. November 2020 gegen 6 Uhr Bohrgeräusche gehört und gegen 10.45 Uhr bemerkt, wie drei dunkel gekleidete Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude mehrfach verließen, um einen weißen Transporter mit Schiebetür zu beladen. Anschließend fuhren sie mit dem Fahrzeug mit Klever Kennzeichen weg. Später fuhr auch der vierte Verdächtige, der möglicherweise „Schmiere gestanden“ hatte, mit einem Auto in dieselbe Richtung weg wie der Transporter.

Die Polizei hatte über den Einbruch bereits mehrfach berichtet, die Höhe der Beute und der spektakuläre Ablauf der Tat wurde aber erst am Mittwoch mit der Veröffentlichung der Fahndungsfotos mitgeteilt. Emmerich liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der Grenze zu den Niederlanden. (dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

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