Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Manch einer möchte die Zeitumstellung gerne abschaffen, doch vorerst werden die Uhren weiter umgestellt – am 28. März 2021 auf Sommerzeit. (Symbolbild)
+
Manch einer möchte die Zeitumstellung gerne abschaffen, doch vorerst werden die Uhren weiter umgestellt – am 28. März 2021 auf Sommerzeit. (Symbolbild)

Zeit in der EU

Wann wird die Zeitumstellung endlich abgeschafft?

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
    schließen

Weiterhin werden zwei Mal im Jahr die Uhren umgestellt – doch eigentlich sollte die Zeitumstellung längst abgeschafft sein. Was ist daraus geworden?

Frankfurt – Eigentlich sollte die Zeitumstellung längst Geschichte sein. Im März 2021 hätten die Uhren zum letzten Mal umgestellt werden sollen. Doch aus der Abschaffung der Zeitumstellung in der EU scheint eine unendliche Geschichte zu werden. Ihren Anfang nahm diese Geschichte mit einer Online-Abstimmung der EU-Kommission. Im Jahr 2018 stimmten 4,6 Millionen Europäer über die Zukunft der Zeitumstellung ab und sprachen sich mit großer Mehrheit dafür aus, sie abzuschaffen.

In der Folge sprach sich das EU-Parlament dafür aus, die Zeitumstellung ab 2021 abzuschaffen: Im März 2021 sollten zum letzten Mal die Uhren umgestellt werden. Doch es ist bereits Herbst 2021, die nächste Zeitumstellung Ende Oktober steht vor der Tür – und noch immer ist die Abschaffung der Zeitumstellung nicht in trockenen Tüchern. Die EU-Staaten müssen dem noch zustimmen und dabei festlegen, welche Zeit in ihren Grenzen künftig gelten soll.

Und das ist der Knackpunkt, an dem momentan die Abschaffung der Zeitumstellung scheitert. Gäbe es in der gesamten EU eine einzige Zeitzone, könnte das vor allem für die Länder ganz im Westen oder ganz im Osten Probleme bedeuten. Im Westen würde bei einer dauerhaften Sommerzeit die Sonne im Winter erst sehr spät aufgehen, während es im Osten bei dauerhafter Winterzeit dagegen sehr früh dunkel werden würde.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft? Angst vor „Flickenteppich“

Können sich die EU-Staaten nicht einigen, könnte aus dem, was derzeit eine große einheitliche Zeitzone von Spanien im Westen bis Polen im Osten ist, ein Flickenteppich werden – ein Problem unter anderem für den Tourismus und die Wirtschaft.

Zeitzone bisherLänder
UTC/GMT (Sommerzeit: UTC+1)Kanarische Inseln, Faröer, Island, Irland, Portugal, Großbritannien
Mitteleuropäische Zeit (Sommerzeit: UTC+2)Albanien, Österreich, Belgien, Kroatien, Dänemark (Festland), Frankreich (Festland), Deutschland, Ungarn, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Slowakei, Spanien (Festland), Schweden, Schweiz, Tschechien
Osteuropäische Zeit (Sommerzeit: UTC+3)Bulgarien, Estland, Finnland, Griechenland, Lettland, Litauen, Moldawien, Rumänien, Türkei, Ukraine, Kaliningrad, Russland
Moskauer Zeit (keine Sommerzeit)Weißrussland, Europäischer Teil Russlands, Ukraine: Nur Krim, Luhansk und Donezk
Quelle: timeanddate.de

In einem öffentlichen Dokument der rumänischen Ratspräsidentschaft hieß es im Juni 2019 deshalb auch: „Ein EU-weit harmonisierter und koordinierter Ansatz ist von entscheidender Bedeutung, um Zeitzonen-Flickenteppiche zu vermeiden und das reibungslose Funktionieren des EU-Binnenmarktes zu gewährleisten.“

Sommerzeit oder Winterzeit? Welche Zeit soll nach der Abschaffung der Zeitumstellung gelten?

Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, setzt die EU darauf, dass künftig vier Zeitzonen das Problem regeln könnten – immerhin gibt es in der EU derzeit auch mehrere Zeitzonen. Doch offenbar gibt es auch innerhalb dieser Regionen Uneinigkeit über die künftig geltende Zeit.

Wann es eine Einigung auf eine gemeinsame künftige Zeitzone geben wird, ist derzeit unklar. Tatsächlich spielt das Thema in vielen Ländern keine so große Rolle wie in Deutschland. Die etwa 4,6 Millionen Teilnehmer an der Online-Umfrage zur Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2018 stammten zu rund zwei Dritteln aus Deutschland.

Bis es irgendwann womöglich eine Einigung gibt, heißt es weiter: Zwei Mal im Jahr werden die Uhren umgestellt – am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober. Im Jahr 2021 findet die Zeitumstellung auf die Winterzeit am 30. Oktober statt. (tab)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare