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Wer hat an der Uhr gedreht? Ende Oktober 2019 findet die Zeitumstellung auf die Winterzeit statt.

Herbst

Zeitumstellung 2019: Wann wird die Uhr auf Winterzeit umgestellt?

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Kaum wird es Herbst, stellt sich die Frage: Wann werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt? Wir verraten das Datum und erklären, was hinter der Zeitumstellung steckt und wann sie abgeschafft wird.

Zwei Mal im Jahr dreht sich alles um die Uhrzeit: Dann steht die Zeitumstellung bevor. Im Frühjahr und im Herbst wird die Uhr umgestellt. Doch was steckt hinter der regelmäßigen Zeitumstellung? Und was ist eigentlich aus der Abschaffung eben jener geworden? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Zeitumstellung.

Wann wird die Uhr 2019 auf Winterzeit umgestellt?

Draußen wird es schon merklich früher dunkel und auch das Wetter spricht dafür, dass der Sommer 2019 Geschichte ist. Die Zeitumstellung naht. 2019 werden die Uhren in der Nacht von Samstag, 26. Oktober 2019 auf Sonntag, 27. Oktober 2019 in Deutschland auf Winterzeit umgestellt. Sie werden von der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) auf die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) gestellt.

Wird die Zeit im Herbst 2019 vor- oder zurückgestellt?

In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober 2019 werden die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Das bedeutet, dass die Nacht eine Stunde länger wird - eine gute Nachricht für Langschläfer oder Partygänger und gleichzeitig eine schlechte Nachricht für alle, die in der Nachtschicht arbeiten und deren Nacht sich durch die Zeitumstellung um eine Stunde verlängert.

Was bedeutet die Zeitumstellung im Alltag?

Beim Blick aus dem Fenster merkt man nach der Zeitumstellung, dass es morgens wieder früher hell wird. Gleichzeitig wird es jedoch abends früher dunkel.

Seit wann gibt es in Deutschland Sommerzeit und Winterzeit?

In Deutschland gab es bereits mehrmals eine Zeitumstellung: Erstmals im deutschen Kaiserreich in den Jahren 1916 bis 1918. Dann wurde die Zeitumstellung wieder abgeschafft, um sie im Kriegsjahr 1940 wieder einzuführen. Von April 1940 bis November 1942 herrschte durchgehend Sommerzeit. Nach dem Kriegsende 1945 wurde die gesetzliche Zeit in Deutschland von den Besatzungsmächten festgelegt. Daraus folgte unter anderem, dass in der sowjetischen Besatzungszone und Berlin die Sommerzeit 1945 zwei Monate länger als im übrigen Deutschland dauerte.

Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland keine Zeitumstellung. Erst 1978 beschloss die Bundesrepublik Deutschland erneut die Einführung der Sommerzeit, in Kraft trat diese Änderung 1980. Seitdem gibt es in Deutschland wieder die halbjährliche Zeitumstellung.

Seit 1996 wird die Zeitumstellung in der EU einheitlich am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober vollzogen. Derzeit gibt es in Mitteleuropa eine große Zeitzone, die von Polen im Osten bis Spanien im Westen reicht. Insgesamt 17 Staaten machen mit.

Welche Überlegungen stecken hinter der Zeitumstellung?

Als die Sommerzeit in Deutschland 1980 wieder eingeführt wurde, hatte das mehrere Gründe:

  • Die westlichen Nachbarn Deutschlands hatten bereits 1977 die Sommerzeit eingeführt und Deutschland wollte sich daran anpassen.
  • Man musste sich mit der DDR auf eine gemeinsame Zeit einigen, um Deutschland und vor allem Berlin nicht auch noch zeitlich zu teilen. BRD und DDR führten die Sommerzeit gleichzeitig ein.

Ein Hintergrund, warum in einigen europäischen Ländern bereis 1977 die Zeitumstellung eingeführt wurde, war energiepolitischer Art: Als Nachwirkung der Ölpreiskrise von 1973 hoffte man, durch das bessere Ausnutzen des Tageslichts Energie zu sparen. Allerdings ist der wirtschaftliche Nutzen nur gering - und die Zeitumstellung hat auch negative Aspekte, etwa gesundheitlicher Art.

Faktencheck zur Zeitumstellung

Welche gesundheitlichen Aspekte gibt es bei der Zeitumstellung zu beachten?

Etwa jeder Vierte (26 Prozent) kämpft nach der Zeitumstellung mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen, zeigt die Umfrage einer Krankenkasse. Unter anderem stört die Zeitumstellung den Schlafrhythmus vieler Menschen. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) spricht sich aus gesundheitlichen Gründen für die konstante Beibehaltung der Normalzeit (Winterzeit, MEZ) aus (pdf). Der Hintergrund: Das Tageslicht sei der „Hauptzeitgeber“ für die innere Uhr des Menschen und für den Wach-Schlaf-Rhythmus. All das wird nach Ansicht der Experten vor allem in der Winterzeit gewährleistet.

Auch andere Forscher warnen vor der „ewigen Sommerzeit“. Till Roenneberg vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität München warnte bereits vor einem Jahr gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: „Man erhöht die Wahrscheinlichkeit für Diabetes, Depressionen, Schlaf- und Lernprobleme – das heißt, wir Europäer werden dicker, dümmer und grantiger.“ Auch Lehrer sind gegen die Sommerzeit.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?

Alles begann mit einer Online-Abstimmung der EU-Kommission zur Zeitumstellung. 4,6 Millionen Europäer stimmten ab, die meisten davon kamen aus Deutschland. Die große Mehrheit der Befragten sprach sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Doch die Zeitumstellung gibt es immer noch. Woran hängt es?

Wäre es nach der EU-Kommission gegangen, wäre die Zeitumstellung im Oktober 2019 Geschichte. Doch so einfach ist es offenbar nicht. Die einzelnen EU-Staaten können selbst entscheiden, in welcher Zeitzone - MESZ oder MEZ - sie nach der Abschaffung der Zeitumstellung bleiben wollen. Doch das könnte ein Problem werden, denn stimmen sich die Staaten nicht untereinander ab, könnte aus der großen Zeitzone Mitteleuropas ein Flickenteppich werden. Das wäre unter anderem für den Tourismus und die Wirtschaft ein Problem.

In einem öffentlichen Dokument der rumänischen Ratspräsidentschaft hieß es im Juni deshalb auch: „Ein EU-weit harmonisierter und koordinierter Ansatz ist von entscheidender Bedeutung, um Zeitzonen-Flickenteppiche zu vermeiden und das reibungslose Funktionieren des EU-Binnenmarktes zu gewährleisten.“ Das Europaparlament hat sich bereits dafür ausgesprochen, dass die Zeitumstellung ab 2021 abgeschafft wird. Im März 2021 soll die Uhr demnach zum letzten Mal umgestellt werden. Nun müssen die EU-Staaten zustimmen. Zuständig sind die Verkehrsminister, deren nächste offizielle Gelegenheit, das Thema abzuschließen, das Treffen der Verkehrsminister im Dezember ist. Bis dahin ist die Zeitumstellung zur Winterzeit im Jahr 2019 bereits überstanden.

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