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Ob Benzin- oder Elektromäher: Rasenklumpen nie bei laufendem Motor entfernen.

Rasenmäher

Zahlreiche Rasenmäheropfer

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Jedes Jahr verletzen sich Tausende beim Mähen ? nicht nur in den USA.

Es gibt Menschen, die lenken sich mit Arbeit ab. Manch einer bügelt dann, andere gehen Rasen mähen. Über die Gefahren des Bügelns kann die Wissenschaft bisher nichts sagen, als Gefahrenherd aus dem Gartenschuppen tut sich hingegen der Rasenmäher hervor. Etwa 80.000 Unfälle mit den Schneidwerkzeugen gibt es alljährlich in den USA; rund 50.000 davon haben jetzt Notärzte und Chirurgen aus Baltimore ausgewertet und ihre Ergebnisse im Magazin „Public Health Reports“ vorgestellt.

Was da zu lesen ist, klingt wie aus einem billigen Horrorfilm: In 22 Prozent kam es zu Knochenbrüchen; 20 Prozent der Rasenmäheropfer verloren Gliedmaßen. Meist waren Finger und Hände betroffen, aber auch Zehen- und Fußverletzungen kamen vor – wenn man das Gerät über die eigenen Füße gezogen hatte.

Die meisten Opfer sind Männer

Häufigster und blutigster Fehler laut Studie: Rasenklumpen aus dem Bereich des Schermessers entfernen, obwohl das Gerät nicht abgeschaltet ist. Die meisten Opfer sind Männer, sehen sie die Gartentechnik doch als ihre Domäne. „Wir arbeiten mit Ingenieuren daran, Rasenmäher so sicher zu machen, dass keine Gliedmaßen mehr abgeschnitten werden“, sagt Studienleiterin Deborah Schwengel.

Wer sich nun zurücklehnt und überheblich denkt, ja, ja, die leichtfertigen Amerikaner, der sollte sich wieder aufrecht hinsetzen: Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bilanziert für Deutschland mit seiner erheblich geringeren Bevölkerung jährlich rund 7000 Unfälle mit Rasenmähern.

Der einfache Tipp des GDV: Vor dem Reinigen des Mähers Stecker ziehen! Frustrierend für die Experten dies- und jenseits des Atlantiks ist, dass trotz vieler Warnungen die Zahl der Verletzungen nicht sinkt. Aber Leichtgläubigkeit ist schon seit jeher für das meiste Unheil verantwortlich.

Manch einer wird jetzt den Kauf eines Mähroboters planen. Doch Vorsicht: Im Gartenschuppen lauern noch Heckenschere, Kreissäge oder Axt. Mit Achtsamkeit statt Sorglosigkeit bleibt man am ehesten gesund.

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