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Wüsten - Lebensraum der Extreme

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Im Westen der arabischen Halbinsel erstrecken sich neben weiten Sand- und Steinwüsten ausgedehnte Lavafelder, auch Harrat genannt. Das Harrat Khaybar bildete sich während der letzten 5 Millionen Jahre entlang eines 100 Kilometer langen Gebiets, letzte Eruptionen wurden vor mehr als 1300 Jahren vermerkt. Der Krater Jabal Bayda oder Weiße Berg trägt seinen Namen wegen der auffällig hellen Färbung des siliziumreichen Materials, die in Kontrast zu den dunklen Basalt-Lavafeldern der Umgebung steht. An den Flanken des Tuffkegels hat sich ein feingliedriges System von Abflussrinnen gebildet.
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In der Wüste sind die Möglichkeiten zur Produktion von Nahrungsmitteln stark eingeschränkt. Als Ausweg werden große Flächen für die Landwirtschaft bewässert, wobei großteils fossiles Grundwasser verwendet wird. Ein großes Problem ist dabei die Verknappung der Grundwasserreserven. In Saudi- Arabien hat daher ein Rückzug aus der Produktion von Weizen begonnen, der vor allem als Viehfutter verwendet wurde.
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In der Oasenstadt am Rand der Dascht-e Lut leben etwa 1000 Einwohner auf einem Schwemmfächer, der an einem Durchbruch des Flusses durch die begrenzende Bergkette zur Wüste entstand. Hier ist unterirdisch fließendes Wasser verfügbar, sodass Landwirtschaft betrieben werden kann. Das Dorf liegt nur 80 Kilometer nördlich von Bam, das 2003 von einem verheerenden Erdbeben zerstört wurde.
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Mit einer Fläche von 7000 km² ist der Chott el-Djerid der größte Salzsee der Sahara. In der flachen, abflusslosen Senke verdunstet im Sommer fast das gesamte Wasser von der Oberfläche und lässt eine weite Salztonebene zurück.
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Südlich des nur zeitweise Wasser führenden Swakop-Flusses erstreckt sich ein Felsgebiet, das im Satellitenbild ausgeprägte geologische Bruchlinien zeigt. Gut sichtbar ist die Faltung der Gesteinsschichten, die unter anderem aus granitischen Gneisen und Quarzit-Sedimenten bestehen. Die Landschaft trägt wegen ihrer lebensfeindlichen Bedingungen auch die Bezeichnung „Mondlandschaft“. Bekannt ist die Region auch für Funde von Uran und Boltwoodit, Kristallen eines seltenen Minerals. Nur 25 Kilometer weiter westlich liegt Swakopmund an der Mündung des Swakops in den Pazifik.
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In die Atacama-Wüste im Norden Chiles hat die Quebrada Camiña ein tiefes Tal geschnitten. Als Quebradas werden nur zeitweise Wasser führende Flüsse bezeichnet. Im 19. Jahrhundert wurden in dieser Region, die zunächst zu Peru gehörte, an zahlreichen Stellen Salpeter- und Guanovorkommen ausgebeutet. Nach dem Salpeterkrieg fiel sie 1883 an Chile. Siedlungen finden sich hier ausschließlich in der Nähe des Talbodens.
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Die südöstlich der iranischen Hauptstadt Teheran liegende Wüste weist extreme Temperaturen mit Maximalwerten bis 50 °C und Tag-Nacht-Unterschieden bis zu 70 °C auf. Als vor rund 3000 Jahren das Gebiet nicht mehr vom Monsunregen erreicht wurde, trockneten die ursprünglich vorhandenen Seen aus und hinterließen ausgedehnte Salztonebenen. Diese werden von heftigen Stürmen abgeschliffen, wodurch die feinen Strukturen der abgelagerten Sedimentschichten freigelegt werden.

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