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„Der dritte Weg“

Empörung in Würzburg: Rechtsextreme instrumentalisieren tödliche Messerattacke

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Die rechtsextreme Splitterpartei „Der dritte Weg“ empört abermals. Auf einer Demonstration in Würzburg stellen sie die tödliche Messerattacke nach.

Würzburg – Im unterfränkischen Würzburg hat am Samstag (18.09.2021) eine Demonstration der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“ stattgefunden. Rund 20 Mitglieder demonstrierten laut Polizeiangaben nahe dem Tatort des tödlichen Messerangriffs im Juni. Dabei starben drei Menschen, zahlreiche weitere wurden damals verletzt.

Auf der Demonstration in Würzburg stellten die Demonstrantinnen und Demonstranten Pietätloses zur Schau: Fotoaufnahmen auf Twitter zeigen, wie die Parteimitglieder drei lebensgroße Puppen, mit Kunstblut beschmiert und weißen Tüchern bedeckt, auslegten. Dahinter ist ein Plakat mit den Köpfen der Kanzlerkandidaten Armin Laschet und Olaf Scholz sowie der Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock erkennbar.

Würzburg: Rechtsextreme stellen tödliche Messerattacke nach

Die Puppen sollten nach Angaben der rechtsextremen Partei die Opfer der Messerattacke symbolisieren. Ein Reporter des Berliner Tagesspiegels kommentierte die Aktion auf Twitter wie folgt: „Ich gehe davon aus, dass die doppelte Interpretationsmöglichkeit der Puppen natürlich so gewollt ist. Gleiches Schema wie bei den ‚Hängt die Grünen‘-Plakaten.“ Erst kürzlich provozierte die Partei mit Wahlkampfplakaten, auf denen der Slogan „Hängt die Grünen“ zu lesen war. Wie die Polizei später mitteilte, stellte die Aktion am Samstag „keinen strafrechtlichen Tatbestand“ dar. Vor Ort sei es zu einer Prüfung durch die Staatsanwaltschaft sowie das Polizeipräsidium Unterfranken gekommen.

Mitglieder der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“ auf einer Demonstration in Fulda im Jahr 2019. (Archivfoto)

Der bayerische SPD-Landtagsabgeordnete Florian Ritter reagiert mit Empörung: „Die Inszenierung zeigte [...] etwas anderes: die Ermordung von 3 Demokraten als „Volksverräter“. Warum die Polizei nicht eingegriffen hat, werde ich im Landtag klären lassen“, schrieb er auf Twitter.

Zahlreiche Menschen versammelten sich außerdem zu einer Gegendemonstration: Von 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist die Rede. Sprechchöre wie „Nazis raus“ oder „Ihr könnte nach Hause gehen“ wurden von ihnen skandiert. (tu)

Rubriklistenbild: © Peter Hartenfelser

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