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Trotz EU-Sanktionen: Putins Superyacht „Killerwal“ immer noch nicht beschlagnahmt

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Von: Moritz Serif

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Motoryacht KOCATKA (russisch für Killerwal) des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Fahrt im Konvoi mit einem
Putins Yacht „Killerwal“. © IMAGO/Carl Groll

Putins Superyacht war noch im Februar in Hamburger Gewässern unterwegs. Mittlerweile hat es das Schiff bis nach Estland geschafft.

Moskau – Wladimir Putins Superyacht, die knapp 114 Millionen Euro wert ist, ist kürzlich an der Küste Estlands aufgetaucht. Das Schiff trage laut Forbes nun auch einen neuen Namen: „Kocatka“. Das bedeutet auf Russisch „Killerwal“. Der Fotograf Carl Groll habe die Yacht bereits am 25. September fotografiert.

Auf dem Foto ist zu sehen, wie Putins „Killerwal“ das baltische Meer auf dem Weg zur Heimatstadt Putins, St. Petersburg, durchquert. Am 7. Februar war das Schiff noch am Hamburger Hafen zu sehen. Laut Medienberichten wurde das Schiff anschließend umfassend vom Unternehmen Blohm+Voss generalüberholt – das ist die gleiche Firma, die das Schiff ursprünglich erbaut hatte. Trotz Sanktionen gegen den Kreml ist die Yacht der EU also offensichtlich noch nicht in die Hände gefallen. Wegen der jüngsten Scheinreferenden hat das europäische Staatenbündnis jedoch erneut reagiert.

Putins Superyacht „Killerwal“: EU bringt neue Sanktionen auf den Weg

Mittlerweile haben die EU-Staaten ein achtes Paket mit Sanktionen gegen Russland auf den Weg gebracht. Wie mehrere Diplomat:innen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel bestätigten, billigten die ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten am Mittwoch (5. Oktober) unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen für einen von den G7-Staaten unterstützten Preisdeckel für Ölimporte aus Russland. Die Einigung muss noch im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten der Mitgliedsstaaten bestätigt werden.

Teil der Grundsatzeinigung zu den neuen Sanktionen sind unter anderem verschiedene Exportverbote, die etwa bestimmte Schlüsseltechnologien für die Luftfahrt betreffen. Zudem soll es weiterhin ein Importverbot für bestimmten Stahl aus Russland geben. Auch soll es EU-Bürgern künftig verboten sein, Sitze in Führungsgremien russischer Staatsunternehmen einzunehmen.

EU-Sanktionen sollen Russland treffen

Dafür hatte sich vor allem die Bundesregierung eingesetzt, nachdem Ex-Kanzler Gerhard Schröder lange Aufsichtsratschef des russischen Ölkonzerns Rosneft gewesen war. Hinzu kommen etwa Strafmaßnahmen gegen Personen, die bei der Durchführung der Scheinreferenden in den mittlerweile durch Russland annektierten Gebieten auf ukrainischem Gebiet geholfen haben. Sie werden mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. (mse mit/dpa)

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