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Putins mutmaßliche Geliebte und ihre Rolle im Ukraine-Krieg

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Von: Sandra Kathe

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Putins mutmaßliche Geliebte Alina Kabajewa zeigt sich seit Kriegsbeginn nur noch äußerst selten in der Öffentlichkeit.
Putins mutmaßliche Geliebte Alina Kabajewa zeigt sich seit Kriegsbeginn nur noch äußerst selten in der Öffentlichkeit. (Archivfoto) © Mikhail Metzel/imago-images.de

Die neue Putin-Biografie des britischen Journalisten Philip Short gibt nicht nur Einblicke in die Karriere Wladimir Putins, sondern auch in sein Privatleben.

Moskau – Das Privatleben von Russlands Machthaber Wladimir Putin gilt als eines der bestgehüteten Geheimnisse Russlands. Darüber zu berichten, galt bei russischen Medien erst jahrelang als Tabu, dann als quasi verboten. Nun werden jedoch einige Details aus dem Leben von Russlands Staatsoberhaupt in einer neuen Biografie thematisiert, darunter seine angebliche langjährige Lebensgefährtin Alina Kabajewa.

Die ehemalige Olympia-Turnerin und Abgeordnete des russischen Parlaments galt bis vor einigen Monaten als eine der wichtigsten Entscheiderinnen eines großen russischen Medienkonzerns. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs und Entscheidungen seitens der EU und Großbritanniens viele reiche und einflussreiche Russinnen und Russen mit Sanktionen zu belegen, hat sich Kabajewa weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Putins mutmaßliche Geliebte Alina Kabajewa: Welche Rolle spielt sie

In seiner Putin-Biografie wirft Autor Philip Stone jedoch die Frage auf, welche Rolle Kabajewa in Putins politischen Entscheidungen spielt. Er vermutet, dass die Bekanntschaft mit der damals Anfang 20-Jährigen Putins Politikstil ab Mitte der 2000er vor allem im außenpolitischen Bereich gewandelt haben könnte. Das berichtet das US-Magazin Newsweek in seiner Besprechung des Buchs.

Stones Interpretation zufolge sei mit dem Beginn der mutmaßlichen Beziehung zwischen Kabajewa und Putin, aus der inzwischen auch mehrere Kinder stammen sollen, ein Wandel im Verhalten Putins erkennbar. Das könnte laut Stone auch daran liegen, dass Putins damalige Ehefrau Ljudmila Otscheretnaja, von der sich Russlands Machthaber 2014 scheiden ließ, in den Hintergrund rückte.

Mutmaßliche Putin-Geliebte: Beeinflusste Alina Kabajewa Putins Außenpolitik

So fragt sich Stone laut Buchkritik der Newsweek: „War das einer der Faktoren, der begünstigte, dass die russische Außenpolitik von russischer Seite selbstbewusster erschien, im Westen aber mehr und mehr aggressiv aufgenommen wurde?“ Eine klare Antwort auf die Frage findet Stone aufgrund des sehr privaten Umgangs Putins mit seinem persönlichen Leben nicht, er hält es nach achtjähriger Recherche an dem Buch aber immerhin für möglich.

Generell verfolge Stone mit seinem Buch weder das Ziel, Putin zu „dämonisieren“, noch ihn „von Schuld freizusprechen“, zitiert eine Rezension in der US-Zeitung Washington Post den Autor. Dennoch betone Stone laut dieser Kritik auch immer wieder, dass der Westen eine große Mitschuld an der Entwicklung der Beziehungen zu Russland trüge. Viele als unter Fachleuten als extrem wahrscheinlich geltende Kontroversen, wie eine Verstrickung der russischen Regierung in die sogenannten „Panama Papers“ oder eine Beteiligung an der Vergiftung des Doppelagenten Sergej Skripal zweifelt Short offen an.

Angebliche Beziehung mit Wladimir Putin: Tausende Schweizer wollten Alina Kabajewa loswerden

Obwohl nicht offiziell belegt ist, dass Putin und Kabajewa tatsächlich eine persönliche Verbindung haben, hat die EU die Ex-Turnerin und -Politikerin, die den größten Teil des Jahres mit ihren Kindern in der Schweiz leben soll, infolge des Ukraine-Kriegs mit Sanktionen belegt. Als Begründung heißt es, sie hätte „Verbindungen zu einer aufgelisteten Person, die die Verletzung der territorialen Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine aktiv unterstützt“. In der Schweiz lief im Frühjahr eine Petition, in der gefordert wurde, Kabajewa des Landes zu verweisen. (ska)

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