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Winterwetter

Chaos durch Wintereinbruch: Lkw fahren sich reihenweise im Schnee fest - „Lage ist katastrophal“

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    Teresa Toth
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38 Verkehrsmeldungen am Stück hat die in der ARD-Radionacht um 05.30 Uhr wegen des Wintereinbruchs vermeldet. Auf den Autobahnen geht nichts mehr.

  • Der Deutsche Wetterdienst warnte bereits Tage zuvor vor einem großen Wintereinbruch.
  • Neben Minustemperaturen sorgen Schnee und Eisregen für glatte Straßen.
  • Nicht nur die nördlichen Gebiete sind von dem extremem Wetter betroffen.

Update vom Montag, 08.02.2021, 07.00 Uhr: Schnee und Eis haben den Straßenverkehr in vielen Regionen Deutschlands schwer getroffen. Es kam zu zahlreichen Unfällen und teils kilometerlangen Staus. Steckengebliebene Lastwagen blockierten nach heftigen Schneefällen die Autobahnen, etwa im Norden und Osten Hessens auf der A4 und der A7: „Die Lage ist katastrophal“, sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda am frühen Montagmorgen. In vielen Bereichen stünden Lastwagen und Autos seit sechs Stunden im Stau, und es gehe nicht vorwärts oder rückwärts. Räumfahrzeuge kämen kaum durch. Lkw-Fahrer sollten die Autobahnen nicht mehr befahren. Es sei noch nicht abzusehen, wann die Fahrbahnen wieder frei seien.

Wegen des heftigen Wintereinbruchs stellten mehrere Städte in Hessen den Busverkehr komplett ein - etwa Kassel und Marburg an der Lahn. Grund sei der starke Schneefall sowie vereiste Straßen, teilten die Stadtwerke Marburg mit. Auch die Busse und Straßenbahnen in Kassel bleiben laut Stadtwerken in den Depots.

Auf der A6 bei Nürnberg blieben Lastwagen ebenfalls reihenweise im Schnee stecken: Hier musste das Technische Hilfswerk am späten Sonntagabend etliche Fahrzeuge befreien. Auf der A4 bei Gera in Thüringen fuhren sich Lastwagen in Schneeverwehungen fest, es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Abschleppdienste und Räumfahrzeuge mussten die Lkw befreien.

Wintereinbruch sorgt für Schnee und Chaos – Bahn rechnet auch am Montag mit Problemen

Update von 17.15 Uhr: Der Wintereinbruch hat große Teile Deutschlands im Griff. Mancherorts fielen mehr als 30 Zentimeter Schnee, dazu kamen meterhohe Schneeverwehungen. Der Schneesturm hat für ein Verkehrschaos gesorgt – nicht nur auf den Straßen, auch auf den Gleisen kommt es deshalb zu Einschränkungen: Zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Hamburg und Hannover ist der Zugverkehr eingestellt, zwischen Hamburg und Berlin kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn zu Einschränkungen. Die verschärfte Wetterlage sorgt nach Bahn-Angaben im Bahnknoten Erfurt für weitere Einschränkungen im Fernverkehr.

In besonders schwer vom Wintereinbruch getroffenen Regionen gibt es Aufenthaltszüge der Deutschen Bahn. In diesen Zügen, die beispielsweise in Hamburg, Hannover, Dortmund, Leipzig und Kassel stehen, können sich gestrandete Fahrgäste aufwärmen.

Wintereinbruch: Schneechaos sorgt für Chaos bei der Deutschen Bahn

Auch am Montag soll der Bahnverkehr noch deutlich eingeschränkt sein. Man könne nicht garantieren, im Laufe des Montags den Bahnverkehr wieder zum Laufen zu bekommen, erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach einer Lagebesprechung. Er riet den vom Schneechaos betroffenen Menschen in Deutschland, zum Start der neuen Arbeitswoche in Absprache mit dem Arbeitgeber besser zu Hause zu bleiben. Die Kulanzregelung für Reisende im Fernverkehr wird laut Bahn auf Tickets für Fahrten am 8. Februar ausgeweitet. Bereits gebuchte Fahrkarten können bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende flexibel genutzt oder kostenfrei storniert werden.

Der Wintereinbruch mit viel Schnee hat vielerorts für Chaos gesorgt. Auch die Deutsche Bahn und andere Zugunternehmen haben Probleme mit dem Wetter.

Nach dem Schnee wird nun eine große Kälte in Deutschland erwartet. „Nach dem schnee- und windreichen Wochenende kommt nun aus Osten die große Kälte auf uns zu“, sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst. Mit Schnee muss weiter gerechnet werden, allerdings soll er nicht mehr so intensiv fallen wie am Wochenende. Am Dienstag sollen die Schneefälle dann größtenteils nachlassen, nachts soll es klirrend kalt werden, häufig mit strengem Frost unter minus zehn Grad.

Wintereinbruch mit Schneesturm und Eisregen sorgt für Chaos in Deutschland

Erstmeldung vom Sonntag, 07.02.2021, 15.00 Uhr: Frankfurt - Nach den milden Temperaturen der letzten Tage hat ein großer Wintereinbruch Deutschland erfasst. In einigen Teilen sorgte das extreme Wetter bereits für viel Schnee und Schneesturm, während der Niederschlag in anderen Regionen als teilweise starker Eisregen vom Himmel kommt. Der Deutsche Wetterdienst hat die höchste Warnstufe lila ausgerufen und warnt vor teils extremen Unwettern*.

In nördlichen Regionen, wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, führte der Wintereinbruch bereits zu zahlreichen Autounfällen. Nach Angaben der Polizei gab es alleine in NRW seit Samstag (06.02.2021) 222 Unfälle aufgrund des Wetters, bei denen sich zum Teil mehrere Menschen verletzten.

Extremes Wetter: Wintereinbruch mit Schnee und Eisregen sorgt für glatte Fahrbahnen

Neben Staus und Verzögerung durch den Schnee löste zudem ein starker Wind vielerorts einen Schneesturm aus, der den Schnee immer wieder auf die Straße wehte. Die Räumfahrzeuge kamen nicht hinterher, sodass einige Strecken kurzzeitig gesperrt werden mussten. Auch in Sachsen-Anhalt kam es zu zahlreichen Straßensperrungen aufgrund eines heftigen Schneesturms.

Auch die südlichen Regionen in Hessen sind von dem Wintereinbruch mit Schnee und Glätte betroffen.

In der Mitte Deutschlands, vor allem im Kreis Vogelsberg, Fulda und Bad Hersfeld sorgte das kalte Wetter mit Eisregen für eine gefährliche Eisschicht auf den Straßen. Bereits in der Nacht zum Sonntag (07.02.2021) kam der Verkehr auf den Autobahnen daher teilweise zum Erliegen. Wie die Polizei Bad Hersfeld mitteilte, konnten 55 Sattelzüge wegen der glatten Fahrbahn die Steigungen nicht überwinden.

Wintereinbruch: Schnee und Schneesturm blockiert Zugschienen

Aber auch in Nord- und Mittelhessen wird der heftige Wintereinbruch zunehmend spürbar. Schnee und Glätte auf den Straßen führte auch hier bereits zu einigen Unfällen. Das Rhein-Main-Gebiet sowie der Süden von Hessen blieb von dem extremen Wetter bislang verschont. Dies soll sich im Laufe des Sonntags (07.02.2021) jedoch ändern – dann sei auch hier mit glatten Straßen zu rechnen.

Neben Behinderungen auf den Straße wirkt sich der Wintereinbruch mit Schneesturm und Glätte auch auf den Zugverkehr aus. Wie die Tagesschau berichtet, kommt es durch das Wetter in vielen Bundesländern zu Einschränkungen im Regionalverkehr. Zudem sei der Fernverkehr auf den Strecken zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Hannover, die Region Leipzig sowie der Verkehr zwischen Berlin und Frankfurt betroffen. Die Verkehrsgesellschaft Cantus stellte bereits am Sonntagmorgen ihren Verkehr bis auf weiteres ein. (tt) *op-online.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © Bodo Schackow

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