William Fan, Lou de Betoly, Dawid Tomaszewski, Nobi Talai und Odeeh auf der Modewoche in Berlin

William Fan Fall/Winter 2020 DÈfilÈ - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2020
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William Fan: Eigentlich ein gefährliches Spiel, das William Fan spielt. Wählt er doch verlässlich so fantastische Locations für seine Schauen, dass sie die Mode fast vergessen machen könnten. Wenn William Fan nicht William Fan wäre: Die Aussicht herab vom Berliner Fernsehturm jedenfalls interessierte am Dienstag niemanden mehr. Apfelgrüner Pannesamt, Taschen in Glückskeks-Formen, ein Anzug, über und über mit Fernsehturm-Ansteckern aus dem Souvenirladen bedeckt: witzreiche Kollektionen erstellen, ohne in die Albernheit abzudriften – noch ein Spiel, das Fan meisterlich beherrscht.
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Lou de Bètoly: Ohnehin sind Odély Tebouls Kollektionen nichts für kleine Kinder. Avantgardistische Ideen, reichlich Nacktheit und ein Hang zur bizarren Düsternis zeugen bei ihrem Label Lou de Bètoly ja stets davon. Interessant also, dass Teboul am Dienstag ausgerechnet Kinderkleider und -hosen über den Laufsteg schickte. Die hat die Designerin durch handgefertigte Einsätze den Models passend gemacht. Und auch ansonsten wirkte ihre Linie, nun ja, familienfreundlicher. Die drapierten Kairoschals und hochgeschlossenen Wollensembles jedenfalls kamen überaus angezogen daher. 
Dawid Tomaszewski - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2020
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Gut, dass der Nebel am Mittwoch nur leicht um die Füße von Dawid Tomaszewski waberte. Sonst hätten die Zuschauerinnen und Zuschauer eine vielschichtige Kollektion verpasst: Einmal mehr nähert sich Tomaszewski, bekannt für seinen ikonischen Bauhaus-Print, der Kunst. Seine neue Kollektion versteht er als Hommage an Heinz Mack und Eduardo Terrazas, reichlich Geometrie also, eine Analyse von Farbe, Licht und Oberfläche. Facettenreichtum, den er auch in die Materialauswahl übersetzt: Hochglänzenden Latex-ähnlichen Materialien setzt er leichte Seidengewebe entgegen. 
Nobi Talai - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2020
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Grenzen zwischen ihrer iranischen Heimat und ihrem Berliner Zuhause, die Verwischung dieser – das ist der Spielraum, in dem sich Nobieh Talaei bewegt. Klassische persische Textilien wie Kelimeteppiche gehören genauso zum Repertoire der neuen Kollektion ihres Labels Nobi Talai wie traditioneller Festschmuck des Irans. Talaei bringt die klassischen Einflüsse in eine moderne Form, fließende Silhouetten und starke Farbe zeugen davon. In die feinen Falten ihres Lieblingsmaterials, dem Sonnenplissee, ließ sie Muster pressen, die an besagte Teppiche erinnern. 
Odeeh - Show - Berlin Fashion Week Autumn/Winter 2020
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Natürlich gab es auch die farbenstarken Musterungen zu sehen, die virtuosen Kombinationen eben dieser zudem, für die Jörg Ehrlich und Otto Drögsler bekannt sind. Ein untrügliches Gefühl für Farbe, das die Schau ihres Labels Odeeh am Dienstag einmal mehr sichtbar machte. Eben weil die kräftige Farbe und ungewöhnliche Musterung fest zur DNA der Marke gehört, wirkten die schlichteren Entwürfe fast noch spannender. Fast wurden ausgerechnet die unifarbenen Kleider, weißen Hemdblusen, ein fantastisch geschnittener Hosenanzug mit Nadelstreifen zu den Höhepunkten der Kollektion. 
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