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Lebte für die Musik: Whitney Houston.
Lebte für die Musik: Whitney Houston. © dapd

Der Tod von Whitney Houston überschattet die Verleihung der Grammys in Los Angeles. Jahrzehntelang war Whitney Houston das Golden Girl des Pop, hochtalentiert und erfolgreich. Bis sie zum Schluss den Kampf gegen sich selbst verliert - und mit nur 48 Jahren stirbt.

Der überraschende Tod von Whitney Houston überschattet die 54. Grammy Awards in Los Angeles: Die Nachricht vom Tod der Souldiva kam zu einem Zeitpunkt, als die Proben für die Grammy-Zeremonie im Staples Center in Los Angeles bereits in vollem Gange waren. Die als Königin des Pops gefeierte Musikdiva starb nach Angaben von Sprecherin Kristen Foster im Alter von 48 Jahren. Die Todesursache sei zunächst nicht bekannt, meldete der Nachrichtensender CNN.

Houston starb nach Angaben von CNN in Beverly Hills bei Los Angeles. Die Leiche sei am Samstag im Beverly Hilton Hotel gefunden worden, meldete der Sender. Einen Tag später sollten in Los Angeles die diesjährigen Grammys verliehen werden. Houston wollte angeblich selbst zu einer Grammy-Party.

Die Polizei erklärte, es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen. Die Todesursache werde untersucht. „Sie wurde von Freunden und Familienangehörigen identifiziert, die mit ihr hier im Hotel waren“, sagte ein Polizeisprecher. Die nächsten Verwandten seien bereits informiert.

Programmänderungen bei der Grammy-Verleihung

Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson wird bei den Grammy-Verleihungen zu Ehren ihres verstorbenen Idols Whitney Houston singen. Show-Produzent Ken Ehrlich sagte, Hudson die herausragenden Leistungen der mehrfachen Grammy-Gewinnerin müssten gewürdigt werden. Hudson hatte bei einer Veranstaltung am Vorabend der Grammy-Verleihung über Houstons Einfluss auf ihre Karriere gesprochen. Sie war es auch, die Hudson ihren ersten Grammy überreichte.

Aufstieg und Fall

Die Soul-Sängerin hat bereits vor Jahren offen über ihre Drogenprobleme gesprochen. Gerüchte über Entzugskuren und Rückfälle begleiteten sie in den vergangenen zehn Jahren ihres Lebens. Im Mai vergangenen Jahres unterzog sich der Weltstar erneut einem Alkohol- und Drogenentzug.

In den 1980er und 1990er Jahren galt Houston als das Golden Girl der Musikindustrie. Zu ihren Hits zählen Lieder wie „Saving All My Love for You“ und „I Will Always Love You“. Houston gewann mehrere Grammys und verbuchte unzählige Gold- und Platinschallplatten.

Zuletzt kämpfte Houston jedoch zunehmend mit ihrer Sucht, teils versagte ihr die Stimme bei Konzerten. Zwar veröffentlichte sie 2009 ein Comeback-Album, doch ihre Konzerte im Jahr darauf waren zum Teil katastrophal schlecht. Die Folge waren Verrisse in den Medien und Beschwerden von Fans. Houston sagte etliche Konzerte ab.

"Als ich sie traf, dachte ich nur: "Wow!"

US-Rekordtalkmaster Larry King verglich Whitney Houston mit der Schauspielerin und Sängerin Judy Garland. „Wenn Houston gesungen hat, hat sie nicht nur gesungen, sondern den Song auch wirklich gefühlt“, sagte King am Samstagabend auf CNN - nur Minuten nach der Todesnachricht. „Da war sie wie Judy Garland.“

„Als ich sie das erste Mal traf und sie zum Interview reinkam, dachte ich einfach nur „Wow!“. Sie hatte so viel Talent, Schönheit und Anmut“, sagte King. Houston habe auch die Schauspielerei so geliebt. „Es ist so unwirklich, wenn Menschen so jung sterben. Das ist alles nur traurig, traurig, traurig.“ Garland war schon als Kinderstar berühmt. Die Mutter von Showstar Liza Minnelli starb 1969 mit 47 Jahren. (dapd/dpa/rtr/afp)

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