Lahn-Dill Kreis

Wildkatzen erhalten GPS-Sender

Die gesammelten Daten sollen den Schutz der Tiere ermöglichen.

Zum besseren Schutz von Wildkatzen sind insgesamt sechs der Tiere gefangen und mit GPS-Halsbändern ausgestattet worden. Jedes Jahr würden viele der Katzen insbesondere an Straßen tot aufgefunden, erklärten Forscher des Projekts „Auf den Spuren der Wildkatze in Hessen“ am Donnerstag in Gießen. Mit dem Sender an einem Halsband könne herausgefunden werden, „inwiefern die Katzen Verbindungswege nutzen, ob sie Straßen überqueren und in welcher Frequenz sie Straßen überqueren“, sagte Projektmitarbeiterin Teresa Nava. 

Mit den Projektdaten könne man dann gegebenenfalls Schutzmaßnahmen vornehmen, beispielsweise Wildkatzenzäune aufstellen. Die Wildbiologen des Projektes an der Uni Gießen hatten im Untersuchungsgebiet Hörre im Lahn-Dill-Kreis spezielle Kastenfallen aufgestellt und die Katzen mit Baldrian geködert, wie Nava mitteilte. Die Tiere, die den Forschern in die Fallen gegangen waren, müssten aber nicht lebenslang einen GPS-Sender tragen. Die Halsbänder haben eine Soll-Bruchstelle, so dass diese nach einer gewissen Zeit abfallen. Sofern die Batterie halte, könnten die Forscher die Halsbänder orten und wieder einsammeln. (dpa) 

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