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Afrikanischer Elefant in der Savanne Südafrika.

Südafrika

Wilderer von Elefant zertrampelt und vermutlich von Löwen gefressen

Die Komplizen des Getöteten gaben an, seine Leiche an einer Straße zurückgelassen zu haben, damit sie gefunden werde.

Ein Wilderer ist in Südafrika von einem Elefanten zertrampelt und dann vermutlich von Löwen gefressen worden. Mehrere Männer waren vergangene Woche im Kruger-Nationalpark im Nordosten des Landes unterwegs, um zu wildern, als ein Elefant sie angriff und einen tötete, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Komplizen des Getöteten gaben demnach an, seine Leiche an einer Straße zurückgelassen zu haben, damit sie gefunden werde.

Die Nashorn-Wilderer berichteten der Familie des Toten von dem Vorfall, wie Ike Phaahla, ein Sprecher von Südafrikas Nationalparkverwaltung, der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Daraufhin suchten Polizei und Ranger nach der Leiche. Nur ein Schädel sei als Überrest gefunden worden. Da sich ein Löwenrudel in der Gegend befand, sei die Leiche vermutlich von den Raubkatzen gefressen worden.

Der Polizei zufolge wurden drei Komplizen des Getöteten festgenommen und wegen Waffenbesitzes ohne Lizenz, Versuch der Wilderei und unerlaubten Betretens des Parks angeklagt. Die Wilderei von Nashörnern ist in Südafrika - vor allem in dem an Mosambik angrenzenden Kruger-Nationalpark - ein großes Problem. Der Handel mit dem Horn ist auf internationaler Ebene seit rund vier Jahrzehnten verboten.

Auf dem Schwarzmarkt zahlen Kunden Berichten zufolge jedoch bis zu 30 000 Euro pro Kilogramm. Vor allem in China und Vietnam ist das Horn sehr gefragt, da ihm aphrodisierende und heilende Kräfte zugeschrieben werden. In Afrika gibt es schätzungsweise noch etwa 25 000 Nashörner, rund 20 000 davon in Südafrika. Zumeist handelt es sich um Breitmaulnashörner. Von den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern gibt es nur noch rund 5000 Tiere. (dpa)

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