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Letzter Platz für Deutschland beim ESC: Jamie-Lee Kriewitz.

ESC

Und wieder Letzter

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Deutschland landet - wie schon so häufig- beim Eurovision Song Contest auf dem letzten Platz.

Es ist ein Déjà-vu. Nach und nach verkünden Moderatoren die Punkte ihrer Länder beim Eurovision Song Contest (ESC). Doch Deutschland bleibt unerwähnt – nur einen Punkt gibt es aus Georgien, das war’s. Später werden Punkte durch Zuschauerstimmen addiert, doch Jamie-Lee Kriewitz konnte mit „Ghost“ nur die Schweiz (8) und Österreich (2) begeistern. Mit elf Punkten wird Deutschland Letzter – zum bereits achten Mal.

Das neue Wertungssystem, es sollte fairer werden, weil die Publikumsstimmen mehr Raum einnehmen. So wurden erstmals 24 Punkte aus jedem Land vergeben – zwölf von der Jury, zwölf vom Publikum. Letztendlich machte es die Show nur langweiliger, denn bis zum Finale um Russland, Australien und die Ukraine vergingen Ewigkeiten. Deutschland profitierte von der neuen Abstimmung nicht: Selbst Ann-Sophie, die im vergangenen Jahr mit null Punkten Letzte wurde, hätte im neuen Modus 29 Punkte erzielt. Einige nahmen es mit Humor, so twitterte Komiker Oliver Kalkofe „Mit Mut & Power den letzten Platz verteidigt und gewonnen!“

Jamie-Lee hatte einen tollen Auftritt, ging mit ihrem ruhigen Song zwischen den Favoriten Schweden und Frankreich aber unter. Das Problem hatte schon das Trio Elaiza vor zwei Jahren, als es zwischen dem später erstplatzierten Österreich und dem drittplatzierten Schweden startete. Zudem blieb unklar, was Song, Auftritt und Kostüm miteinander und mit Deutschland zu tun hatten.

Zweimal nacheinander hat der NDR seine zweite Wahl zum ESC geschickt. Aber das heißt nichts: Außer dreier Beiträge, die Stefan Raab mitverantwortete, schaffte Deutschland zuletzt 2001 eine Top-Ten-Platzierung. Selbst hierzulande erfolgreiche Musiker wie Roger Cicero (19.), die No Angels (23.) oder Cascada (21.) landeten hinten. Im Schnitt kommt Deutschland auf gerade einmal 52 Punkte beim ESC.

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