Italien

Wieder Hochwasser in Venedig

Heftige Regenfälle und starke Stürme ziehen derzeit über Italien hinweg. Besonders betroffen ist die Touristenmetropole Venedig. Hier bedeckt das Hochwasser fast ein Drittel der Stadt.

Schwere Unwetter haben am Wochenende weite Teile Italiens heimgesucht – und in Venedig erneut das Hochwasser steigen lassen. In der Lagunenstadt im Nordosten des Landes wurde auch am Sonntag ein Wasserstand von 120 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel gemessen. Damit standen rund 30 Prozent der Stadt unter Wasser. Ab 140 Zentimetern gilt der Wasserstand als außergewöhnlich. Auch anderswo in Italien kam es zu Gewittern, starken Winden und Regen - und in deren Folge zu Erdrutschen. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben.

Venedig leidet noch immer unter den Folgen des katastrophalen Hochwassers, das am 12. November fast das ganze historische Zentrum überflutet und enorme Schäden angerichtet hatte. Damals war das Wasser auf 187 Zentimeter über den normalen Meeresspiegel gestiegen. Besonders der Markusplatz und die Basilika waren betroffen. Der bei Touristen beliebte Platz muss neu gepflastert werden, wie die Tageszeitung „La Nuova Venezia“ berichtete. Die Fluten hatten auch die Touristen ferngehalten. Der venezianischen Hotelverbandes klagte am Freitag über einen nie dagewesenen Rückgang der Buchungen und versicherte zugleich, dass die Stadt für Touristen sicher sei.

In der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten wurde ein Autofahrer getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Straße fuhr und in die Fluten geriet. In Firenzuola nahe Florenz starb ein Mann, der mit seinem Motorrad in einen Fluss gestürzt war. Seine Leiche wurde mehrere Kilometer vom Unfallort entfernt gefunden. In Neapel im Südwesten des Landes wurde ein Mann von einem umkippenden Baum getötet.

Vor der Südwestküste der Mittelmeerinsel Sardinien strandete in der Nacht zum Sonntag ein Schiff. Rettungsleute mussten der 12-köpfigen Crew nahe der kleinen Insel Sant‘Antioco zu Hilfe kommen. An der Amalfiküste südlich von Neapel war es am Samstagabend im Dorf Cetara zu einem Erdrutsch gekommen. Ein Hotel, in dem eine Hochzeitsfeier mit 200 Gästen stattfand, wurde dabei von der Umwelt abgeschnitten. Feuerwehrleute mussten durch die Schlammmassen einen Zugang bahnen. (dpa)

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