1. Startseite
  2. Panorama

„Extremhitzegürtel“: Forschende warnen vor 52 Grad Celsius

Erstellt:

Von: Karolin Schäfer

Kommentare

Hitzewelle in den USA: Risse sind im trockenen Flussbett des Rio Grande zu sehen. Hitze, Dürren und eine unberechenbare Regenfälle zerstören den verbliebenen Lebensraum des Rio Grande.
Hitzewelle in den USA: Risse sind im trockenen Flussbett des Rio Grande zu sehen. Hitze, Dürren und eine unberechenbare Regenfälle zerstören den verbliebenen Lebensraum des Rio Grande. © Brittany Peterson/dpa

Im kommenden Jahr soll es extrem heiß in einigen Teilen der USA werden. Forschende erwarten Temperaturen bis zu 52 Grad Celsius.

Washington, D.C. – Dürre, Hitze und extreme Wettereignisse – die Folgen des Klimawandels sind inzwischen deutlich zu spüren, auch in den USA. Dort soll es bereits im kommenden Jahr ziemlich heiß werden. Laut einer neuen Prognose müssen sich die Menschen auf enorme Temperaturen einstellen.

Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der NGO First Street Foundation. Darin wurden das Aufkommen zunehmender Extremtemperaturen sowie Hitzewellen in den Vereinigten Staaten untersucht.

Wetter in den USA: Forschende erwarten extreme Hitze im kommenden Jahr

Etwa acht Millionen Menschen müssen im kommenden Jahr mit extremer Hitze rechnen, hieß es im Bericht der Organisation am Montag (15. August). Bis zum Jahr 2053 sollen sich die Zahlen um das 13-fache erhöhen. Dann sollen 107 Millionen Menschen von hohen Temperaturen betroffen sein, die mindestens an einem Tag im Jahr auf bis zu 125 Grad Fahrenheit (etwa 52 Grad Celsius) klettern.

Die Hitze wird sich der Organisation zufolge geografisch vor allem auf die Mitte des Landes konzentrieren. Der sogenannte „Extremhitzegürtel“ soll sich dabei von den Grenzen Nordtexas und Louisiana bis nach Illinois, Indiana und Wisconsin erstrecken.

Für die Berechnung der Prognose wurden Datensätzen der US-Bundesregierung verwendet, die unter anderem mit bestehenden Forschungsergebnissen und Wärmemodellierungen ergänzt wurden. Um das Modell zu erstellen, wurde von den Forschenden das lokale Hitzerisiko unter anderem mit Satellitendaten zu Lufttemperaturen und Temperaturen der Erdoberfläche zwischen 2014 und 2020 gemessen. Aber auch Faktoren wie die Höhe einer Gegend, die Absorption von Wasser sowie die Distanz zu einem Gewässer oder der Küstenregion wurden berücksichtigt.

Wetter in den USA: Besonders hohe Temperaturen in Florida erwartet

„Das Modell verdeutlicht die lokalen Auswirkungen des Klimawandels, indem es die sieben heißesten Tage ermittelt, die in diesem Jahr für eine beliebige Region erwartet werden, und berechnet, wie viele dieser Tage in 30 Jahren auftreten würden“, hieß es weiter im Forschungsbericht.

Hitzewelle in den USA: Flammen schlagen aus den Bäumen bei den Waldbränden des Oak Fire, das aufgrund von Hitze, Trockenheit und Dürre begünstigte Bedingungen der Vegetation vorfand und eine Fläche von 4350 Hektar verbrannte. (Archivbild)
Hitzewelle in Kalifornien (USA): Flammen schlagen aus den Bäumen bei den Waldbränden des Oak Fire, das aufgrund von Hitze, Trockenheit und Dürre begünstigte Bedingungen der Vegetation vorfand und eine Fläche von 4350 Hektar verbrannte. (Archivbild) © Noah Berger/dpa

Besonders heiß würde es demnach in Miami-Dade County (Florida) werden. Dort liegen die Temperaturen der heißesten sieben Tage derzeit bei 103 Grad Fahrenheit – also etwa 39 Grad Celsius. Dem Modell zufolge würden im Jahr 2053 34 Tage im Jahr mit solchen Temperaturen erwartet.

Auch in Deutschland erreichen die Temperaturen immer wieder Höchstwerte. Das birgt Gefahren. Der Sommer 2022 ist vor allem von Waldbränden, Dürre und Hitzewellen gekennzeichnet. Besonders Italien leidet unter der extremen Trockenheit. (kas)

Auch interessant

Kommentare