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Ein Blitz hellt zwischen einer Häuserfassade auf. Nordrhein-Westfalen wurde in der Nacht von teils schweren Gewitter getroffen.
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Ein Blitz hellt zwischen einer Häuserfassade auf. Nordrhein-Westfalen wurde in der Nacht von teils schweren Gewittern getroffen.

Wetter

Gewitter in NRW sorgt für Hunderte Einsätze der Feuerwehr

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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In Nordrhein-Westfalen sorgt ein starkes Unwetter für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Die Einsatzkräfte müssen sich um weit mehr als nur Sachschäden kümmern.

Düsseldorf – Blitz, Donner und Starkregen: Gewitter über Nordrhein-Westfalen haben die Feuerwehr am Wochenende in Atem gehalten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (20.06.2021) gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers allein in Köln 244 witterungsbedingte Einsätze, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete.

Bei den Einsätzen handelte es sich vor allem um umgestürzte Bäume oder voll gelaufene Kellerräume, aber auch eingeschlagene Blitze sorgten für Zerstörung. Die Gewitterfront hatte am späten Samstagabend den Raum Düsseldorf erreicht, zuvor hatte sich das Gewitter aus Südwesten in Richtung Rheinland bewegt.

Wetter in NRW: Feuerwehr rettet Hund aus brennendem Dachstuhl

Im Rhein-Sieg-Kreis wurde die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume und voll gelaufener Kellerräume zu 120 Einsätzen gerufen. In der Gemeinde Much setzte ein Blitz einen Balkon in Brand. Einsatzkräfte löschten die Flammen, verletzt wurde niemand. Auch in Königswinter verunreinigten Schlamm und Wasser die Straßen, obendrein wurde der Feuerwehr mehrmals Wasser im Keller gemeldet.

In Hagen lösten sich durch Gewitter und Starkregen Geröll und Erde von einem Hang an der Bundesstraße 54, die damit auf 20 Metern Länge bedeckt wurde.

Gewitter: Autofahrer prallt im Unwetter gegen eine Ampel

Auch für Tiere wurde das starke Gewitter zur Gefahr: In Schalksmühle im nordwestlichen Sauerland retteten Einsatzkräfte einen Hund aus einem brennenden Dachstuhl. Das gesamte Dach hatte nach einem Blitzeinschlag Feuer gefangen, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Die beiden Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen, einer der beiden kam zur ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus.

Auf regennasser Fahrbahn geriet am frühen Sonntagmorgen ein 28 Jahre alter Autofahrer in Krefeld mit seinem Wagen ins Schleudern und prallte gegen eine Ampel. Der Mann verletzte sich laut Polizeiangaben leicht, seine 26-jährige Beifahrerin trug schwere Verletzungen davon und kam stationär in ein Krankenhaus.

Wetter in NRW: Unwetter in Grevenbroich nimmt ganzes Dach mit

In Grevenbroich riss eine Böe ein massives Holz-und Plexiglasdach an einem Einfamilienhaus aus der Konstruktion, wirbelte es durch die Luft und ließ es über Kopf wieder aufs Hausdach schlagen. Teile der Plexiglasscheiben wurden zudem in das Nachbarhaus geweht und verletzten einen Anwohner an der Hand.

Einsatzkräfte sammelten daraufhin zur Sicherheit die Trümmer der beschädigten Dachkonstruktion in stundenlanger Arbeit ein, um vor weiteren Unfällen zu schützen. Auf einer Straße in Grevenbroich verletzte sich zudem ein Radfahrer, als er durch Geäst fuhr. Abgerissene Äste hatten dort die Fahrt auf dem Radweg beeinträchtigt.

Gewitter in NRW: Blitz schlägt auf Campingplatz ein – Wohnwagen gerät in Brand

Zu einem Stromausfall auf einem Campingplatz kam es witterungsbedingt in der Gemeinde Möhnesee am Südufer. Dort war neben einem Wohnwagen ein Blitz in einen Baum eingeschlagen, so dass Teile des Fahrzeugs und auch umliegende Vegetation in Brand gerieten.

Gegen 3.00 Uhr morgens löschten Gäste des Campingplatzes den Brand mit einem Feuerlöscher, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntag berichtete.

Weitere Unwetter erwartet – Höheres Risiko im Süden und Osten des Landes

Für Sonntagabend (20.06.2021) werden in NRW erneut Gewitter und Starkregen erwartet. Von der Eifel ausgehend würden sie voraussichtlich nachts nach Norden weiterziehen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntag. Generell sei das Gewitterrisiko im Nordwesten und Westen des Landes geringer als im Süden und Osten.

Gewitter, Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde, Starkregen und kleinkörniger Hagel seien möglich, punktuell auch unwetterartige Entwicklungen. Dann könnten sich sogar orkanartige Böen mit bis zu 105 Kilometern pro Stunde bilden.

Wetter in NRW: Abkühlung nach dem Gewitter – „nicht mehr so schwül-heiß“

Für die Nacht bedeutet das kommende Unwetter jedoch auch Abkühlung. Am Niederrhein fallen die Werte laut DWD voraussichtlich auf bis zu 14 Grad, im Rest des Landes werden es zwischen 16 und 18 Grad sein. Am Montag (21.06.2021) werde die 30-Grad-Marke voraussichtlich nicht geknackt, so der DWD. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 24 und 27 Grad, „bei weitem nicht mehr so schwül-heiß wie die letzten Tage“, sagte die DWD-Expertin. Schon am Montag könnte es im Laufe des Nachmittags teils wieder kräftig gewittern.

Auch in Hessen waren am späten Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag Unwetter vorhergesagt worden. (Anna Charlotte Groos mit dpa)

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