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Wetter an Weihnachten: Sturm fegt über Deutschland – Warnung vor Unwettern

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Von: Momir Takac

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In Deutschland herrschen zu Weihnachten teils frühlingshafte Temperaturen. Die Wetterlage birgt aber einige Gefahren, warnen Meteorologen.

Wiesbaden/München - Wie unterschiedlich doch das Wetter an Weihnachten sein kann. Während eine arktische Kaltfront die USA kurz vor den Feiertagen ins Chaos stürzt, können wir in Deutschland fast schon die T-Shirts aus dem Kleiderschrank hervorkramen. Doch der Schein trügt. Vielerorts regnet es bereits kräftig und in der kommenden Woche drohen schwere Stürme.

Wetter: Meteorologe warnt vor Orkanböen und Hochwasser

„Die altbekannte Westwetterlage ist wieder voll in Deutschland angekommen“, sagt Dominik Jung dem Wetterportal wetter.net. Damit meint der Diplom-Meteorologe Tiefdruckgebiete, die nacheinander vom Atlantik her zur Bundesrepublik ziehen. Diese bringen nicht nur milde Luft, sondern auch viel Regen und kräftigen Wind, der sich bis zu einem Orkan ausweiten kann, berichtet merkur.de.

Einer Frau fliegt bei Sturm der Regenschirm weg.
Das Wetter in Deutschland ist um Weihnachten eher stürmisch und regnerisch (Symbolbild). © picture alliance/dpa/PA Wire | Andrew Matthews

„Das stürmische Wetter bleibt uns regional auch über die Feiertage treu. Zudem ist es sehr warm“, erklärt Jung. Bereits am gestrigen Donnerstag habe es im Schwarzwald Orkanböen gegeben, auf dem Feldberg mit Windstärken bis 125 km/h. Wettermodelle sagen in der letzten Woche des Jahres „immer wieder schwere Stürme“ voraus.

Frühlingshaftes Wetter an Weihnachten im Süden Deutschlands

Die milden Temperaturen – einen Tag vor Heiligabend könnte das Thermometer im Südwesten 18 Grad Celsius erreichen - bergen ein weiteres Risiko: Die Gefahr von Hochwasser steigt. „Viele Flüsse schwellen schon stark an. So etwa die Mosel bei Trier, die sich aktuell bereits der Sechs-Meter-Marke nähert. Auch im Alpenvorland und im Schwarzwald sind viele Bäche angeschwollen. Der Schnee taut rasant ab“, sagt Jung.

Im Südwesten Deutschlands zieht heute Nachmittag neuer Starkregen auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für den Schwarzwald und das Allgäu Unwetterwarnungen wegen Dauerregen heraus. In der Region könnten bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Temperaturen zu mild für diese Jahreszeit

Zumindest Kälte und Schnee sind erst einmal vorbei. „Eine Rückkehr des Winters bleibt erstmal aus“, sagt DWD-Meteorologe Andreas Friedrich. Nach Weihnachten sinken die Temperaturen zwar, „bleiben aber noch zu mild für diese Jahreszeit.“ Lediglich in Vorpommern und Schleswig-Holstein könnte es Heiligabend vereinzelte Schneeflocken geben. „Wer Schnee sucht, muss in den Alpen hoch hinaus“, sagt Friedrich.

Das sieht auch Jung so und revidierte eine frühere Wetterprognose: „Die Kälte ist nun weg und kommt in den nächsten 14 Tagen auch nicht mehr wieder.“ Am Montag hatte der Meteorologe noch gesagt, dass Baden-Württemberg nach Weihnachten „Polarkälte“ droht und im Süden Deutschlands „40 Zentimeter Neuschnee“ möglich sind, wie echo24.de berichtete. (mt)

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