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Polarwirbel kündigt Wetterwechsel an: Weiße Weihnachten in Gefahr

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Von: Christian Einfeldt

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In Deutschland kündigt sich ein Wetterwechsel an. Warum ein Polarwirbel damit weiße Weihnachten in Gefahr bringen könnte.

Hamburg – Kälte, Glätte, Schnee: In ganz Deutschland hinterlässt der Winter seine Spuren. Hoch „Erik“ friert Deutschland ein und die Hoffnung ist groß, dass damit 2022 sogar eine weiße Weihnacht einhergeht. Die Wetter-Prognosen für die nächsten Tage: Eiseskälte in Form von Minusgraden. Der Dezember ist aktuell so kalt wie schon seit Jahren nicht mehr. Frostige Temperaturen und viel Schnee machten sich innerhalb kurzer Zeit deutschlandweit breit.

Bis zuletzt standen die Zeichen gut, dass es dieses Weihnachtsfest klappt und Deutschland endlich mal wieder von Schneeflocken bedeckt wird. Wetter-Expert:innen sprechen vom kältesten Dezember seit über zehn Jahren und dennoch könnte es kurz vor Weihnachten zu einem Wetterumschwung kommen. Ein Polarwirbel kündigt sich an – und damit aktuellen Prognosen zufolge das Ende aller Hoffnungen auf weiße Weihnachten 2022. Das berichtet 24hamburg.

Wettervorhersage für Deutschland
15. Dezember 2022:-3 bis +3 Grad, im Süden weiterer Schnee, sonst nur einzelne Schneeschauer
16. Dezember 2022:-5 bis +1 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schneeschauer
17. Dezember 2022:-5 bis +1 Grad, durchwachsen, immer wieder mal Sonne, mal Wolken
Vierter Advent-4 bis +2 Grad, aus Südwesten Schnee und Eisregen, Milderung zum Abend
19. Dezember 2022:1 bis 7 Grad, deutlich milder, viele Wolken, immer wieder Regen und viel Wind
20. Dezember 2022:5 bis 12 Grad, durchwachsen, immer wieder Regen und windig
21. Dezember 2022:2 bis 5 Grad, wieder kälter, in den Mittelgebirgen wieder Schnee
Quelle: wetter.net

Weiße Weihnachten 2022: Polarwirbel sorgt deutschlandweit für milde Luftmassen

Die Thermometer zeigen deutschlandweit Minusgrade an, viele Orte sind noch immer in Schnee gehüllt – und Neuschnee ist schon auf dem Weg. Weiße Weihnachten scheinen 2022 also gar nicht so abwegig zu sein. Und auch die Prognosen stimmen. Zumindest ein Großteil des Landes kann sich über Schnee freuen: der Norden, Süden sowie Teile Ostdeutschlands. Während der vierte Advent viele Menschen endgültig in vorweihnachtliche Stimmung versetzt, könnte er 2022 jedoch auch der Anlass für den letzten großen Schneefall des Jahres sein.

Wie Focus Online berichtet, setzt sich in Deutschland ein Polarwirbel durch. Dieser sorgt für Tiefdruckgebiete mitsamt gemäßigten Luftmassen. Folgen für die Weihnachtswoche: Es wird wieder wärmer, der Schnee schmilzt. Weiße Weihnachten könnten damit in Gefahr sein.

Wetter an Weihnachten: Vor dem 24.12. steigen die Temperaturen vielerorts

Wetter-Expert:innen sprechen von einem bevorstehenden Wetterumschwung. Schon am Sonntag, dem vierten Advent, soll er sich nach Focus Online-Berichten bemerkbar machen. Verstärkter Wind bei milder Luft könnte sich dann erstmal bundesweit in Form von Regen zeigen. Mancherorts ist Schneeregen möglich, mancherorts gar Blitzeis.

Am Montag, dem 19.12., taut Deutschland jedoch bereits wieder auf. Die Temperaturen steigen und in der Folge bleibt bis zum 24. Dezember auch nicht mehr viel vom Schnee übrig. Teile Deutschlands, die doch auf weiße Weihnachten hoffen dürfen, sind die Ausnahmen und gibt es in Bayern, Thüringen oder in Süd-Sachsen. Da könnte der Schnee zumindest so beständig sein, dass er noch das Weihnachtsfest überdauert.

Schnee an Weihnachten: Kurz vor dem Weihnachtsfest bahnt sich ein Wetterumschwung an. (Symbolbild)
Schnee an Weihnachten: Kurz vor dem Weihnachtsfest bahnt sich ein Wetterumschwung an. (Symbolbild) © Jan Woitas/dpa

Weihnachtstauwetter kündigt sich an: Wie wahrscheinlich ist Schnee an den Festtagen?

Es ist nicht einmal eine Woche her, dass etwa wetter.net-Meteorologe Dominik Jung folgende Aussage getroffen hatte: „Der Dezember 2022 gibt sich so winterlich wie seit 12 Jahren nicht mehr. Zuletzt war es 2010 in einem Dezember richtig winterlich gewesen“ – ein Statement, das in manchen Ohren wie ein Versprechen für weiße Weihnachten 2022 klang. Zudem brachte zuletzt auch das sogenannte „High-over-Low“-Phänomen eine massive Schnee-Wand auch in den Norden.

Folgende Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), dass es am kommenden Wochenende mancherorts 20 Zentimeter Neuschnee und minus 10 Grad geben könnte, bekräftigen den Eindruck, es könnte an Weihnachten endlich mal wieder deutschlandweit schneien. Wenn die letzten Tage jedoch eines gezeigt haben, dann, dass nichts so unbeständig ist wie das Wetter und seine Prognosen. Nicht umsonst spricht etwa das Online-Portal wetteronline.de davon, dass sich konkrete Wetter-Aussagen erst zwei Wochen im Vorfeld eines Ereignisses treffen lassen.

Dass die Prognosen selbst dann nicht immer stimmen, zeigte die Vergangenheit schon oft genug. In dem Sinne bleibt auch zu hoffen, dass Meteorolog:innen mit dem aktuellen Trend falsch liegen. Die aktuellste Prognose vom 13. Dezember 2022 für das Wetter der Hansestadt Hamburg am 24. Dezember: Sieben Stunden Sonne und Temperaturen bis zu 2 Grad. Das sogenannte Weihnachtstauwetter könnte dann also auch den letzten Schnee zum Schmelzen bringen.

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