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Erika Bertschinger-Eicke alias „Uriella“ im Jahr 1994.

Sekte

Ihr Weltuntergang findet nicht statt

Uriella, die Gründerin der umstrittenen „Fiat Lux“-Sekte, ist gestorben.

Die Gründerin und Chefin der Sekte „Fiat Lux“, Erika Bertschinger-Eicke alias „Uriella“, ist tot. Die Schweizerin starb im Alter von 90 Jahren, wie die Gemeinde Ibach im Schwarzwald am Montag mitteilte. Ihr Ehemann, der Sprecher der Sekte ist, bestätigte ebenfalls ihren Tod. Bertschinger-Eicke war am 20. Februar 90 Jahre alt geworden. Sie hatte „Fiat Lux“ nach Angaben der Sekte im Jahr 1980 gegründet. Die Gruppe hat ihren Sitz im Dorf Ibach im Schwarzwald.

Nach Jahren der Kontroversen sei es um die umstrittene religiöse Bewegung und ihre Gründerin in den vergangenen Jahren ruhig geworden, sagte Ibachs Bürgermeister Helmut Kaiser (CDU) am Montag. „Fiat Lux“ habe in der Öffentlichkeit kaum noch eine Rolle gespielt.

Medienberichten zufolge hat die Sekte, die ihren Sitz in einem früheren Schwarzwaldbauernhof hat, nur noch wenige Mitglieder. In den 1990er Jahren gehörten ihr eigenen Angaben zufolge noch 700 Personen in der Schweiz, Deutschland und Österreich an. „Uriella“ hatte die Sekte in der Schweiz gegründet und war mit ihr dann ins deutsche Ibach gezogen. Sie verschrieb sich der Missionierung und kündigte mehrfach den Weltuntergang an.

Die christlichen Kirchen stufen „Fiat Lux“ als Sekte ein. Wegen juristischer Auseinandersetzungen beschäftigten sich mehrfach Gerichte mit der Sekte und deren Gründerin. Wegen Zoll- und Steuerhinterziehung wurde „Uriella“ 1998 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. (dpa)

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