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Weltkatzentag: Die zehn einflussreichsten Miezen der Welt

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Von: Valerie Eiseler, Sabine Hamacher

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Larry, Chief Mouser to the Cabinet Office.
Larry, Chief Mouser to the Cabinet Office. © AFP

Sie sind ganz selbstverständlich im Internet präsent, streichen wichtigen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft um die Beine oder kurbeln als Werbe-Ikonen das Geschäft an: Zum Internationalen Katzentag am Montag zeigen wir zehn der einflussreichsten Miezen der Welt

Chef Jäger

„Larry“, oder, um korrekt zu sein: „The Right Honourable Larry“, macht seit 2011 seinen Job in 10, Downing Street. Der Londoner Amtssitz des britischen Premierministers ist mäusefrei zu halten; auch gilt es, vor dem Haus wartende Medienschaffende zu entertainen und sich von diesen filmen und fotografieren zu lassen. Der aktuelle „Chief Mouser to the Cabinet Office“ hat eine Webseite, einen Twitter-Account und ist Titelheld von mindestens einem Bildband. Was „Larry“ von seinem Herrchen Boris Johnson hält, ist nicht bekannt. Und auch nicht mehr so wichtig, denn schon bald zieht hier ja jemand Neues ein. sha

Mode-Diva

Karl Lagerfeld mit seine Birma Katze Choupette.
Karl Lagerfeld mit seine Birma Katze Choupette. © picture alliance / Eventpress

Seine „Choupette“ sei berühmter als er selbst, klagte einst Karl Lagerfeld. Natürlich war der Modeschöpfer alles andere als unschuldig daran: Nicht nur, dass er ein „Choupette“-Tagebuch auf Twitter billigte und ihr Accounts bei Facebook- und Instagram einrichten ließ, er verpasste der weißen Birmakatze auch ein Image als Kaviar verzehrende Diva mit eigenem Koch und Bodyguard. Sie wurde zum Medienstar und „gab“ Interviews. Nach Lagerfelds Tod 2019 kam sie in die Obhut einer Freundin. sha

Weltherrscherin

Die allgegenwärtige Hello Kitty.
Die allgegenwärtige Hello Kitty. © picture alliance / dpa

Ganz harmlos mutet sie eigentlich an, diese japanische Cartoon-Katze: schwarze Linien auf weißem Grund, dazu noch ein Schleifchen, meist in pink. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet sie die Weltherrschaft übernehmen wird? „Hello Kitty“, deren echter, aber unbekannterer Name „Kitty White“ ist, wurde 1974 von der Designerin Yuko Shimizu entworfen und ziert inzwischen so gut wie jedes erdenkliche Produkt. Von Turnschuhen bis zum Waffeleisen, Miss Kitty hat alles in eiserner Kralle. vale

Göttin

Statue der ägyptischen Göttin Bastet.
Statue der ägyptischen Göttin Bastet. © IMAGO/piemags

„Bastet“ heißt die in der ägyptischen Mythologie als Katze dargestellte Tochter des Sonnengottes Re. Zunächst auch als Löwin abgebildet, war sie später meist als weniger furchteinflößende sitzende Samtpfote zu sehen. Als Kult sollen der Göttin, die für Fruchtbarkeit und Liebe und somit auch für den Schutz von Schwangeren stand, mumifizierte Katzen geopfert worden sein. Aber auch Erfreulicheres ist überliefert: Jedes Jahr feierte das Alte Ägypten „Bastet“ zu Ehren ein rauschendes Fest. sha

Reinwinkerin

Winkekatzen sind in vielen asiatischen Ländern Glücksbringer.
Winkekatzen sind in vielen asiatischen Ländern Glücksbringer. © PantherMedia / apolobay

Vor. Zurück. Vor. Zurück. Vor. Zur... - ähem! Wer der goldenen Winkekatze allzulange zuschaut, kann schonmal in Trance geraten. Die ursprünglich japanische Glücksbringerin „Maneki-neko“ hütet oft die Schaufenster von Geschäften und Restaurants. Dort soll sie mit ihrem hypnotischen Pfotenspiel die Kundschaft ins Innere locken. Besonders in Japan, China, Taiwan und Thailand ist sie beliebt, doch auch hierzulande grüßt sie unaufhörlich vom Tresen vieler asiatischer Restaurants. vale

Trickfilm-Star

Als Zeichentrickfigur verewigt, als Graffiti gehuldigt.
Als Zeichentrickfigur verewigt, als Graffiti gehuldigt. © picture alliance / imageBROKER

„Paulchen Panther“, wie die rosarote Großkatze in der deutschen Version der Zeichentrickserie heißt, hat unsere Sprache um den einen oder anderen Spruch bereichert, etwa: „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“ Tönt da nicht sofort die zugehörige Melodie im Ohr? Die farbenfrohe Figur stammt ursprünglich aus dem Vorspann von Blake Edwards’ Kriminalkomödie „The Pink Panther“ von 1963. Weil Publikum und Kritik begeistert waren, übernahm das geschmeidige Tier bald die Hauptrolle in eigenen Filmchen. sha

Weltkatzentag

Der 8. August gilt, trotz Uneinigkeiten über die Initiatoren, als Internationaler Tag der Katze. Im Mittelpunkt des Aktionstags sollen dabei die Freuden des Zusammenlebens mit den Vierbeinern stehen sowie ein geschärftes Bewusstsein für den Tierschutz.

Unglücksbringer

Wer so lieb schaut kann doch kein Pech bringen oder?
Wer so lieb schaut kann doch kein Pech bringen oder? © PantherMedia / lifeonwhite

Eine schwarze Katze von links bringt Unglück? Für Mäuse oder Gartenvögel dürfte das wohl hin und wieder stimmen – davon abgesehen, ist es wohl eher umgekehrt: Der seit Jahrhunderten unter Menschen verbreitete Aberglaube hat so manche schwarzfellige Mieze ins Elend gestürzt. Im Mittelalter wurden die Tiere gar auf Scheiterhaufen verbrannt. Weit entfernte Zeiten? Schon. Aber die pechschwarzen Exemplare sollen von Tierheimen auch heute noch wesentlich schwerer zu vermitteln sein. sha

Zyniker

Hier ausnahmsweise mal gut gelaunt: Garfield.
Hier ausnahmsweise mal gut gelaunt: Garfield. © picture alliance/United Archives

„Garfield“, Protagonist des gleichnamigen Comic-Strips von Jim Davis, schläft gern und frisst gern – vor allem Lasagne. Äußerlich ein „orangefarbener Speckkloß mit Streifen“, wie Besitzer Jon ihn einmal respektlos der Tierärztin beschreibt, kommentiert der Charakterkopf das Geschehen ringsum lakonisch und sarkastisch. Eindeutig der Herr im Haus, kommuniziert er in Gedankenblasen, die von den Personen in seiner Umgebung nicht verstanden werden, wohl aber von anderen Tieren. Zwar bewegt, setzt und lagert sich „Garfield“ meist wie ein Kater, doch sind Mimik und Gestik die eines Menschen – was denn auch den Reiz dieses Mischwesens ausmacht. sha

Netz-Phänomen

Für immer im Herzen des Internets: Grumpy Cat.
Für immer im Herzen des Internets: Grumpy Cat. © Getty Images via AFP

„Tardar Sauce“ war ihr ursprünglicher Name, doch 2012 wurde sie als „Grumpy Cat“ (mürrische Katze) weltbekannt. Ihr einzigartiger Gesichtsausdruck war Folge von genetisch bedingtem felinen Kleinwuchs. Der Ruhm begann mit einem Foto, gefolgt von einem Youtube-Video, und blitzschnell war das vermeintlich grimmige Tier ein Social-Media-Star mit Millionenpublikum. Besitzerin Tabatha Bundesen, einer US-Amerikanerin, wuchs der Hype bald über den Kopf. Sie beschäftigte einen Manager, der die Öffentlichkeitsarbeit für „Grumpy Cat“ übernahm und ihre Werbetermine koordinierte. Auch das Geschäft mit Fan-Artikeln wie T-Shirts und Plüschtieren boomte, mehre Bücher entstanden. Ob „Grumpy“ so missmutig war, wie sie aussah? Sie starb jedenfalls 2019 im Alter von nur sieben Jahren. sha

Cartoon-Held

Da hat wohl jemand Hunger...
Da hat wohl jemand Hunger... © Canongate Books / Simon Tofield

„Simon’s Cat“ hat keine Worte, aber viele starke Gesten. So deutet das Haustier sehr gern mit der Pfote auf sein weit geöffnetes Maul; oder es drängt sein Herrchen unter Einsatz des ganzen Katzenkörpers zum gähnend leeren Fressnapf. Die jeweils eindeutige (und dramatische) Aussage: „ICH HABE HUNGER!!! FÜTTERE MICH!!! JETZT!!!“ Sie wird in den Cartoons und Strips des britischen Illustrators Simon Tofield, aus denen zahlreiche Bücher und Videos entstanden sind, immer wieder neu variiert. sha

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