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Die Rakete vom Typ "Langer Marsch 7" startet auf der südchinesischen Insel Hainan.
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Die Rakete vom Typ «Langer Marsch 7» startet auf der südchinesischen Insel Hainan. (Symbolbild)

Raumfahrt in neuen Dimensionen

China plant riesiges Raumschiff – größer als die Enterprise

  • VonNadja Austel
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Einen Kilometer lang soll es werden, das geplante Raumschiff aus China. Star Treks Enterprise war gerade mal fiktive 642,5 Meter lang.

Peking – Es klingt wie Science Fiction und ist doch Teil der tatsächlichen Zukunftsplanung in der Raumfahrt. Das Projekt ist Teil eines Aufrufs der National Natural Science Foundation of China (NSFC), eine Fördereinrichtung des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie. Es geht dabei um eine Machbarkeitsstudie eines Raumschiffes, dessen Größe auf 1000 Meter angelegt ist – größer als alle Raumstationen, die bisher in Betrieb sind.

Dem Raumschiff Enterprise aus der Science-Fiction-Serie Star Trek wurden von den Autoren gewagte 642,5 Meter zugeschrieben, nicht mal zwei Drittel des chinesischen Projekts. Die Internationale Raumstation ISS schafft mit ihren 110 Metern gerade mal etwas mehr als ein Zehntel, und ist dabei die bisher größte bemannte Raumstation. Ein Projekt dieser Größe steht vor allerhand zu überwindenden Hürden, die der Umsetzung im Wege stehen. Daher fordert die NFSC in ihrem Aufruf Wissenschaftler:innen dazu auf, ihre Forschungsideen einzureichen, die die Probleme des Mega-Projektes lösen könnten, wie das Wissenschaftsportal Live Science berichtet.

Weltall: China arbeitet an der zukünftigen Nutzung von Weltraumressourcen

Zu diesen Problemen gehört unter anderem die Beförderung von Materialien zum Erbau der Raumfähre in den Orbit. Ein Schiff dieser Größenordnung in einem Stück ins All befördern zu wollen, ergibt wenig Sinn. Die Beförderung muss also in Teilschritten vonstattengehen. 

Das undatierte Archivbild zeigt das Raumschiff USS Enterprise aus der US-Fernsehserie „Star Trek“, die in Deutschland unter dem Titel „Raumschiff Enterprise“ lief. (Archiv)

Um so wenige Teilschritte – die jeweils eigene Raketenstarts mit Ressourcen an Board bedeuten – wie möglich zu brauchen, werden auch Ingenieure gesucht, die Forschungsideen zu einer ressourcenschonenden Leichtbauweise für das Raumschiff haben. Denn je weniger Material benötigt wird, desto weniger Transportwege braucht es logischerweise.

Der nächste Knackpunkt ist der Aufbau des Schiffes im Orbit. Strukturen dieser Größe (und Masse) im All zusammenzusetzen erfordert seinerseits neue Technologien. Die Dauer der Machbarkeitsstudie wird auf 5 Jahre angesetzt und von der Förderung mit umgerechnet etwa 2 Millionen Euro Budget ausgestattet.

China erforscht „Geheimnisse des Universums“

Und wozu das Ganze? China sieht Raumstationen dieser Größe als „wichtige strategische Luft- und Raumfahrtausrüstung für die zukünftige Nutzung von Weltraumressourcen, die Erforschung der Geheimnisse des Universums und das langfristige Leben im Orbit”, berichtet Live Science. Der frühere NASA-Cheftechnologe Mason Peck sagt gegenüber dem Wissenschaftsportal, die Herausforderung sei weniger ein wissenschaftliches Problem, sondern eines für Ingenieure. Insofern sei es durchaus ein erreichbares Ziel.

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„Ich würde die Probleme nicht als unüberwindbar, sondern als Probleme des Maßstabs bezeichnen”, so Peck. Die größte Herausforderung sei ohnehin die Finanzierung. Die ISS habe grob 100 Milliarden Dollar gekostet. Eine Raumstation der zehnfachen Größe dürfte auch das großzügigste nationale Budget sprengen. Es kann nur spekuliert werden, ob China aus diesem Grund im Falle der Umsetzung internationale Kooperationen eingehen würde. (Nadja Austel)

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